Mehr Umsatz und Gewinn: Springer profitiert von Internetgeschäft

3. März 2016, 11:28
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Das Betriebsergebnis kletterte gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent auf 559 Millionen Euro

Berlin – Der Axel-Springer-Verlag hat 2015 dank des boomenden Internetgeschäfts Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) kletterte binnen Jahresfrist um 10,2 Prozent auf 559 Millionen Euro, wie der Medienkonzern am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Konzernumsatz des Herausgebers von "Bild" und "Welt" erhöhte sich um 8,5 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro.

Dies lag etwas über der eigenen Zielsetzung und entsprach weitgehend den Erwartungen von Analysten. Die Aktionäre sollen wie zuletzt eine Dividende von 1,80 Euro je Aktie bekommen.

Für 2016 rechnet das Management mit einer Zunahme der Gesamterlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Vorstand um Konzernchef Mathias Döpfner gehe davon aus, "dass der geplante Anstieg der Werbeerlöse den Rückgang der Vertriebserlöse und der übrigen Erlöse überkompensieren wird". Der operative Gewinn dürfte im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Ziel sei es, "weiter in die beschleunigte Expansion der digitalen Geschäftsmodelle zu investieren". Im Fokus stünden das Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal "Business Insider", die Nachrichtenplattform Upday sowie die mobile US-Einkaufsplattform Retale. Zudem wolle Springer das Wachstum beim Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet und bei den digitalen Abos der journalistischen Bezahlangebote vorantreiben.

Konzernchef Döpfner gab sich zufrieden: "Axel Springer ist heute einer der weltweit reichweitenstärksten Digitalverlage." Das Unternehmen verlagert sein Geschäft immer mehr ins Internet und ins Ausland. Das digitale Geschäft trug 2015 rund 62 Prozent zum Umsatz bei und 70 Prozent zum Gewinn, der Anteil an den gesamten Werbeerlösen kletterte auf 80 Prozent. Der Anteil des Auslandsgeschäft stieg auf knapp 48 Prozent der gesamten Erlöse.

Größter Wachstumstreiber bleibt das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet – etwa Auto-, Job- und Immobilienportale. Bei diesen Rubrikenangeboten sprang der Gewinn um gut 40 Prozent auf 305 Mio. Euro nach oben. (APA/Reuters, 3.3.2016)

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