Rapid erklimmt die Spitze: Eine "Momentaufnahme"

3. März 2016, 10:24
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Trainer Zoran Barisic hofft auf "Flow" in kommenden Wochen – Unzufriedenheit bei Salzburg nach Nullnummer in Graz

Wien – Rapid hat am Mittwoch erstmals seit der elften Runde wieder die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Die Wiener setzten sich im Heimspiel gegen Mattersburg problemlos 3:0 durch und liegen nun mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze, weil Red Bull Salzburg bei Sturm nicht über ein 0:0 hinauskam.

Wegen des um zwei Stunden späteren Beginns der Partie in Graz stand Rapids Sprung auf Platz eins nach Schlusspfiff im Happel-Stadion noch nicht fest. Dennoch betonte Trainer Zoran Barisic schon prophylaktisch, dass die Tabellenführung nicht mehr als eine "Momentaufnahme" sei. "Mir geht es nur um unser Spiel. Wir wollen die Fans mit unserem Fußball begeistern."

Das gelang gegen Mattersburg weitaus besser als drei Tage zuvor beim 3:2 gegen Grödig. "Wir wollten eine Steigerung im Vergleich zum Grödig-Spiel, und das ist uns gelungen", meinte Barisic, dessen Mannschaft gegen den SVM deutlich gefestigter wirkte als noch am vergangenen Sonntag.

Fünf Meisterschaftssiege in Folge

Ob sich nun ein Lauf einstellt, der zum ersten Titel seit 2008 führt, wagt Barisic nicht zu prophezeien: "In einen Flow zu kommen geht nicht auf Knopfdruck. Diese Leichtigkeit muss man sich hart erarbeiten." Zumindest in der Liga befindet sich Rapid bereits auf der Erfolgswelle – zuletzt gelangen fünf Siege in Folge. Am Sonntag wartet das Auswärtsspiel in Altach, wo es für Rapid schon öfter einen Dämpfer setzte. "Die Altacher kämpfen mit Rotz und Wasser. Es wird an uns liegen, wie wir dort auftreten", sagt Barisic.

Garcia unzufrieden

Für Salzburg geht es am Samstag zu Hause gegen Grödig weiter. Bis dahin gilt es, die Nullnummer von Graz zu verdauen. "Wir können uns nicht beklagen, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir müssen aggressiver sein und mehr Duelle gewinnen", sagte Valentino Lazaro. Auch Trainer Oscar Garcia sah Verbesserungsmöglichkeiten. "Mit meiner Mannschaft war ich nur 60 Minuten des Spiels zufrieden, und ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht gewinne", erklärte der Spanier.

Sturm-Coach Franco Foda war mit dem Remis nicht unglücklich, aber "natürlich hätte ich gerne gewonnen". Seine Spieler trauerten einem Sieg nach. "Es hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn wir gewonnen hätten", meinte Marko Stankovic, und Kristijan Dobras ergänzte: "Ein Sieg wäre verdient gewesen, aber das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt."

Welt der Austria ist wieder halbwegs in Ordnung

Auf Glück war die Austria nicht angewiesen, um bei der Admira einen 3:0-Sieg einzufahren. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, sind sehr konzentriert zu Werke gegangen", analysierte Trainer Thorsten Fink. Torschütze Alexander Grünwald gab zu Protokoll: "Die Welt ist für uns wieder halbwegs in Ordnung, nachdem wir zuletzt kritisiert wurden."

In den drei Ligapartien davor hatten die Violetten nur einen Punkt geholt. Durch den Sieg ist Rang drei, der auf jeden Fall zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation reicht, mit sieben Zählern Vorsprung auf Sturm abgesichert. Ebenfalls sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Rapid. (APA, 3.3.2016)

  • Rapid auf Meisterkurs.
    foto: apa/oczeret

    Rapid auf Meisterkurs.

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