Nach Piraterie: "Game of Thrones" verzichtet auf Vorab-Screener

3. März 2016, 08:18
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Heuer müssen Kritiker die Episoden gleichzeitig mit allen anderen Fans ansehen

Ende April wird "Game of Thrones", eine der beliebtesten Serien, in der sechsten Staffel fortgesetzt. Wer gehofft hat, schon früher einen Blick auf die Episoden zu werfen, dürfte heuer enttäuscht werden: Fernsehsender HBO hat angekündigt, keine Folgen vorab an Kritiker zu schicken. Vergangenes Jahr waren die ersten vier Episoden aus Staffel Fünf vorm offiziellen Start ins Netz gelangt, das soll nun verhindert werden.

Screener: Modell unter Kritik

"Es wird keine Vorabfolgen für Kritiker geben", bestätigt HBO-Manager Michael Lombardo nun gegenüber Entertainment Weekly. Damit weicht der Sender vom Standardprozedere in der Fernsehbranche ab. Allerdings überlegen immer mehr Produzenten, die Vorab-Screener einzustampfen. Heuer sorgten etwa Screener für die Oscar-Awards dafür, dass dutzende aktuelle Filme auf Tauschbörsen auftauchten.

Ausnahme?

Dazu muss gesagt werden, dass "Game of Thrones" in einer komfortablen Situation ist. Den Verzicht auf Kritiken – und damit einhergehende Promo – können sich nur die beliebtesten und bekanntesten Serien leisten. Zum Vorzeigemodell taugt die Vorgehensweise also nicht unbedingt. (red, 3.3.2016)

  • Kritiker müssen sich auf die reguläre Ausstrahlung der ersten Folgen gedulden
    foto: ap/sloane

    Kritiker müssen sich auf die reguläre Ausstrahlung der ersten Folgen gedulden

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