Kein Licht gegen China, jetzt wartet Hongkong

2. März 2016, 19:16
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Österreichs Tischtennis-Herrenmannschaft verliert glatt gegen China und trifft im Achtelfinale auf Hongkong. Frauen messen sich mit den Niederlanden

Österreichs Tischtennis-Herren sind am Mittwoch im abschließenden Gruppenspiel der Team-WM in Shah Alam bei Kuala Lumpur gegen Topfavorit China wie erwartet chancenlos gewesen. Robert Gardos, Stefan Fegerl und Chen Weixing unterlagen dem mit den Nummer 1, 3 und 4 der Weltrangliste angetretenen Titelverteidiger mit 0:3.

Für den einzigen Satzgewinn sorgte Fegerl gegen Olympiasieger Zhang Jike. Gardos hatte gegen den Weltranglisten-Ersten Ma Long im dritten Durchgang einen Satzball, unterlag aber 0:3. Chen war gegen den Weltranglisten-Dritten Xu Xin ohne Chance.

Ihr Achtelfinal-Ticket haben die Österreicher dennoch bereits in der Tasche. Dort werden sie auf Hongkong treffen. Sollten sich Stefan Fegerl und Co. durchsetzen, ginge es am Freitag gegen Japan um den Einzug ins Semifinale. Österreich Damen-Team erhielt am Mittwoch die Niederlande zugelost (3.00), Viertelfinalgegner wäre Titelverteidiger China.

Gegen "leichte Favoriten"

Hongkongs Herren kamen in der Gruppenphase wie die Herren auf drei Siege und zwei Niederlagen, das reichte in Pool B zu Platz zwei. Die Erfolge gab es gegen Kroatien, Rumänien und Italien (jeweils 3:0), die Niederlagen gegen Südkorea (1:3) und Russland (2:3). Die Niederländerinnen wurden in Gruppe C nach Siegen über Polen, Weißrussland (jeweils 3:1) und die Ukraine (3:2) bzw. Niederlagen gegen Singapur und Frankreich (jeweils 2:3) ebenso Zweite.

In vier der fünf Begegnungen bot die "Oranje"-Truppe Ex-Europameisterin Li Jiao (Weltranglisten-25.) sowie Verteidigerin Li Jie (18.) und Britt Eerland (99.) auf. Einmal kam die gebürtige Russin Elena Timina (ohne Ranking) zum Zug. Die Hongkong-Chinesen spielten durchwegs mit Wong Chun-ting (12.), Tang Peng (17.) und Ho Kwan-kit (79.). Beide ÖTTV-Gegner gehen aufgrund des Rankings also als leichte Favoriten in die Duelle.

In Deutschland wurde indes das Out des früheren Serien-Europameisters mit Bestürzung zur Kenntnis genommen. "Das ist ein Schock für alle", meinte der verletzt daheim gebliebene Europameister Dimitrij Ovtcharov. Coach Jörg Roßkopf sah es nüchtern: "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und das Weiterkommen deshalb nicht verdient. Dieser Misserfolg nagt an uns allen", räumte er aber ein. Bei Olympia in Rio wollen die Deutschen aber dann in Bestbesetzung zurückschlagen. (APA, 2.3.2016)

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