Vivo Xplay 5: Smartphone mit sechs GB Arbeitsspeicher vorgestellt

2. März 2016, 12:22
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Gekrümmtes 5,4-Zoll-Display Snapdragon 820, 128 GB Onboard-Speicher und zwei Soundchips

Auch wenn der Spezifikations-Wettlauf in den letzten Monaten etwas entschleunigt hat, sind immer noch einige Hersteller munter auf der Jagd nach Höchstwerten auf dem Papier. In Sachen Arbeitsspeicher legt nun das chinesische Unternehmen Vivo einmal mehr vor. Sein jüngstes Modell, das Xplay 5 kommt gleich mit sechs GB RAM.

Der Name Vivo könnte einigen Beobachtern bekannt vorkommen. Ende 2013 war es eben jenes Unternehmen, das mit dem Xplay 3S das erste Handy mit einem 2K-Display (2.560 x 1.440 Pixel) auf den Markt gebracht hatte. Der neueste Sprössling bietet ebenfalls QHD-Auflösung und darüber hinaus ein seitlich leicht gekrümmtes Display, wie etwa das Galaxy S7. Und auch bei den anderen Angaben wird geprotzt.

Snapdragon 820, zwei Soundchips

Als Plattform nutzt man den aktuellen Snapdragon 20-Chip von Qualcomm, dazu spendiert man 128 GB an internem Speicher, der allerdings nicht per microSD-Karte erweitert werden kann. Eine 16 MP-Kamera mit Sony IMX298-Sensor und f/2.0-Blende nebst Dualtone-Blitz wurde gemeinsam mit einem Fingerabdruckscanner auf der Rückseite verbaut. Auf der Front sitzt ein Sensor, der eine Auflösung von acht Megapixel (f/2.4) beherrscht.

Zwei Soundchips von ESS nebst drei Verstärkereinheiten sollen für ordentliche Akustik bürgen. Es gibt zwei Stereolautsprecher, die auf der unteren Seite verbaut wurden. Mit 3.600 mAh scheint auch der mit Schnellladefunktion ausgerüstete Akku ordentlich dimensioniert. Das Gerät unterstützt WLAN nach 802.11ac-Standard, Bluetooth 4.0 sowie 3G und LTE, wobei der 4G-Support auf China ausgelegt ist. Verzichtet hat Vivo allerdings auf NFC und einen USB-C-Port.

Vorinstalliert ist laut Engadget Android 5.1 mit einer eigenen Oberfläche des Herstellers. Eine Aktualisierung auf Android 6 ist geplant.

Abgespeckte Variante

Neben der Premium-Ausgabe wird es auch eine etwas abgespeckte Variante geben. Diese baut auf einem Snapdragon 652 auf, nutzt andere Audiochips und wartet "nur" mit vier GB RAM auf. Der Onboardspeicher ist jedoch ebenfalls mit 128 GB dimensioniert.

Für die Highend-Version verlangt Vivo 4.288 Yuan (rund 602 Euro), die schwächere Ausgabe bietet man für 3.698 Yuan (aktuell etwa 520 Euro) an. Da Vivo bislang nur den chinesischen Markt bedient, wird das Gerät außerhalb der Volksrepublik nur über Importhändler beziehbar sein.

Anmerkungen

Freilich gilt es, die Spezifikationen in Perspektive zu setzen. Sechs GB RAM auf einem Smartphone nützen aktuell höchstens Entwicklern. Im Alltag dürften selbst spieleaffine Handynutzer von dieser Menge an Arbeitsspeicher nicht merklich profitieren. Üblicherweise lassen sich selbst die vier GB, die praktisch alle neuen Flaggschiffe mitbringen, kaum ausreizen.

Auch 2K-Displays sind nur von eingeschränktem Nutzen – nämlich für Virtual Reality-Experimente. Mit freiem Auge ist der Unterschied zu Full-HD-Panels bei normalem Betrachtungsabstand nicht zu erkennen. Die höhere Auflösung führt jedoch zu einer stärkeren Belastung von Prozessor und Grafikeinheit sowie mehr Stromverbrauch des Display-Panels. (gpi, 02.03.2016)

  • Das Vivo Xplay 5 ist das derzeit am Papier am besten ausgestattete Smartphone.
    foto: vivo

    Das Vivo Xplay 5 ist das derzeit am Papier am besten ausgestattete Smartphone.

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    foto: engadget
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