Medizinische Behandlung in 24 Sprachen

2. März 2016, 12:31
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Ärzte-Netzwerk bietet Anamnese-Bögen in 24 Sprachen an – so soll die Kommunikation mit fremdsprachigen Patienten reibungsloser funktionieren

Graz – Eine funktionierende Kommunikation zwischen Arzt und Patienten ist die Grundlage jeder erfolgreichen medizinischen Intervention. Das steirische Ärztenetzwerk Styriamed.net hat nun einen Anamnese-Bogen in 24 Sprachen mitentwickelt und stellt ihn via Internet zur Verfügung. Damit soll die Behandlung nicht deutsch-sprachiger Patienten erleichtert werden.

Sprachbarrieren sind häufig ein Problem in Arztpraxen, Ambulanzen und Spitalsabteilungen. Das gilt schon für den Erstkontakt, bei dem die Krankheitsgeschichte (Anamnese) erfolgt. Das steirische Ärztenetzwerk hat deshalb im amtsärztlichen Bereich erprobte "Selbstanamnese-Bögen" bereitgestellt, die in vorerst 24 Sprachen angeboten werden. Neben den Grundinformationen (Namen, Herkunftsland etc.) sind darin auch die wichtigsten Beschwerden wie z. B. Fieber, Durchfall, Hautausschlag etc. angeführt.

Auf einer Grafik können Patientinnen und Patienten ankreuzen, wo sie Schmerzen haben, sie können aufzählen, welche Medikamente sie nehmen und angeben, welche Impfungen sie bereits erhalten haben. Die Fragebögen gibt es in gängigen Sprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch und Chinesisch, aber zum Beispiel auch auf Urdu, Punjabi, Tibetisch etc.

Das Projekt ist eine Initiative der Brucker Styriamed.net-Obfrau Michaela Laure und Styriamed.net-Referent Christoph Schweighofer. In der Steiermark sind solche regionalen Ärztenetzwerke in den vergangenen Jahren in zehn Regionen entstanden. (APA, 2.3.2016)

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