Graz: Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer nach Randalen fortgesetzt

2. März 2016, 10:38
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Beschuldigter beschwerte sich über strenge Personenkontrolle

Graz – Im Grazer Straflandesgericht ist am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Jihadisten Fikret B. fortgesetzt worden. Der Angeklagte konnte zunächst nicht vorgeführt werden, da er in seiner Zelle randalierte. Laut Richter hatte er sich bereits am Vortag über die ständigen Kontrollen beschwert. Das Gericht verständigte einen Psychiater.

Fikret B. wird vorgeworfen, dass er sich als Kämpfer der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) anschließen wollte und einen Bekannten dafür angeworben hat. Am Vortag hatte er erstmals zugegeben, dass er nach Syrien reisen wollte, um dort zu leben. Das aber erst, nachdem er mit belastendem Facebook-Material konfrontiert worden war. Er hatte nämlich mit seinem Bekannten dort immer wieder über einen "Urlaub" gesprochen, tatsächlich nach Meinung der Anklage aber sein Auswandern gemeint.

Am Mittwoch soll er nun in seiner Zelle mit Gegenständen um sich geworfen haben. "Das ist eine Frechheit", soll er geschrienen haben, als er wieder einmal kontrolliert werden sollte. B. wird, wie alle Gefangenen die von der Justizanstalt in den Gerichtssaal geführt werden, auf diesem Weg – auch mehrmals täglich – genauestens durchsucht. Darüber hatte er sich angeblich bereits am Vortag beim Richter beschwert. (APA, 2.3.2016)

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