Zumtobel mit mehr Gewinn und Umsatz

2. März 2016, 10:05
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Periodenergebnis stieg um 89,1 Prozent auf 29,2 Millionen Euro – Ausblick bestätigt

Wien/Dornbirn – Der börsennotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hat nach drei Quartalen mehr Gewinn und Umsatz erzielt. Erfreulich entwickelt habe sich das Komponentengeschäft, etwas verhaltener sei die Dynamik bei den Leuchten gewesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2015/16 wurde bestätigt.

Das Periodenergebnis stieg wegen deutlich geringerer negativer Sondereffekte und eines besseren Finanzergebnisses um 89,1 Prozent auf 29,2 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 4,9 Prozent auf knapp über 1 Mrd. Euro.

Operativ lag das EBIT bei 40,2 (36,8) Millionen Euro, das bereinigte EBIT verringerte sich nach einem schwachen ersten Quartal um 7,2 Prozent von 51,5 auf 47,8 Millionen Euro. Zurückzuführen sei der Rückgang vor allem auf deutlich höhere Entwicklungsaufwendungen zur Stärkung der Innovationskraft und der Marke Zumtobel. Zudem sei das operative Ergebnis durch anhaltenden Preisdruck, negative Währungseffekte sowie Verzögerungen bei den prognostizierten Einsparungen aus der Werksrestrukturierung belastet. In den Vertriebskosten seien die positiven Effekte aus den Einsparmaßnahmen im Jahresverlauf deutlich erkennbar. Im dritten Quartal habe sich das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahresquartal um 29,1 Prozent auf 5,5 Millionen Euro verbessert.

Positive Währungseffekte

Die Umsatzentwicklung (+4,9 Prozent auf 1,010 Mrd. Euro) sei durch positive Währungseffekte unterstützt worden. Bereinigt um diese Effekte sei der Umsatz um 1,2 Prozent gewachsen. Der LED-Anteil am Umsatz habe sich von 47,4 Prozent auf 62,9 Prozent erhöht. Im Komponentengeschäft (Marke Tridonic) sei der Segmentumsatz um 7,9 Prozent (währungsbereinigt plus 5,1 Prozent) auf 311,8 Millionen Euro gestiegen. Im Leuchtensegment seien die Umsätze um 5,2 Prozent (währungsbereinigt plus 1,5 Prozent ) auf 762,7 Millionen Euro gestiegen.

Von der APA befragte Analysten haben im Mittel einen Umsatz von 1,014 Mrd. Euro und ein EBIT von 42,6 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 31,2 Millionen Euro erwartet.

Die Mitarbeiterzahl lag mit 6.860 Vollzeitkräften (inklusive Leiharbeiter, ohne Lehrlinge) zum Stichtag am 31. Jänner 2016 unter dem Stand des Vorjahresstichtags (7.091 Mitarbeiter). In Österreich wuchs der Mitarbeiterstand um 3,5 Prozent auf 2.331 Vollzeitkräfte, unter anderem wegen der Eingliederung von Mitarbeitern im Bereich der IT-Infrastruktur, die zuvor bei einem externen Dienstleister beschäftigt waren.

Bestätigt wurde heute der im Dezember zurückgenommene Ausblick: Der Vorstand halte an seiner Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2015/16 fest, gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 70 bis 80 Millionen Euro (nach 66,5 Millionen Euro 2014/15) zu erzielen.

Der Technologiewandel der Lichtindustrie gehe nun in eine zweite, entscheidende Phase: Nach dem Wandel von konventionellen Leuchtmitteln zu LED geht es nun um die intelligente Vernetzung der Lichtinfrastruktur mit dem Internet, so CEO Ulrich Schumacher in der heutigen Mitteilung. Es werde in die Innovationskraft und die Neuausrichtung des Geschäftsmodells in Richtung innovative Dienstleistungen investiert. "Gleichzeitig gilt es, das Unternehmen effizient aufzustellen, Synergien in Entwicklung, Vertrieb und Einkauf konsequent zu nutzen und unser Produktionsnetzwerk global wettbewerbsfähig zu machen." (APA, 2.3.2016)

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