Mittelstand glaubt kaum an mehr Erfolg durch mehr Chefinnen

2. März 2016, 09:27
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Im Schnitt sind drei von vier Führungskräften männlich – Drei Viertel der Unternehmen betreiben keine aktive Frauenförderung

Wien – Die Chefetagen der österreichischen Mittelstandsunternehmen sind auch im Jahr 2016 von Männern dominiert. Im Schnitt sind drei von vier Führungskräften männlich, erfragte der Berater EY bei 900 Unternehmen mit 30 bis 2.000 MitarbeiterInnen. Die Hälfte der Befragten glaubt nicht, dass ein höherer Frauenanteil in Führungspositionen zu größerem Unternehmenserfolg führt.

Nur 22 Prozent sagten auf die entsprechende Frage "ja", 29 Prozent "eher ja". Umgekehrt sehen 24 Prozent definitiv keinen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil in der Chefetage und dem Unternehmenserfolg, 25 Prozent "eher" keinen.

Die befragten Firmen werden großteils von Männern regiert. Im Schnitt liegt die Frauenquote der Führungskräfte bei 25 Prozent, bei mehr als jedem dritten Unternehmen beträgt der Anteil überhaupt nur maximal 5 Prozent.

Förderung durch flexible Arbeitszeitmodelle

Mit der aktiven Frauenförderung ist es noch nicht weit her. 75 Prozent der befragten Firmen setzen keine derartigen Maßnahmen. Die wenigen, die Frauen gezielt fördern, setzen am ehesten auf flexible Arbeitszeitmodelle (11 Prozent), die "aktive" Verringerung von Gehaltsunterschieden zwischen Frauen und Männern in gleicher Position sowie Führungskräftetrainings zur Sensibilisierung für das Thema Gleichstellung (je 8 Prozent).

Mit der Suche nach qualifizierten Frauen für ihr Unternehmen haben 63 Prozent keine Probleme. 37 Prozent tun sich dagegen schwer, besonders die Bau- und Energiebranche (42 Prozent) und die Industrie (41 Prozent). (APA, 2.3.2016)

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