RBI: Verkauf der Direktbank Zuno an Alfa geplatzt

1. März 2016, 18:57
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Russischer Käufer trat vom Kaufvertrag zurück

Wien/Moskau – Der bereits im September von Raiffeisen gemeldete Verkauf der Direktbank Zuno an die russische Alfa-Bankengruppe ist geplatzt. Der Käufer ABH Holdings, die Konzernmutter der russischen Alfa-Bankengruppe, ist vom Kaufvertrag zurückgetreten, teilte die Raiffeisen Bank International (RBI) Dienstagabend in einer Aussendung mit.

Der Transaktionswert lag laut tschechischen Zeitungen bei 35 Mio. Euro. Die Alfa-Bank, die viertgrößte Bank Russlands, gehört dem russischen Milliardär Michail Fridman. Sitz der ABH Holdings ist in Luxemburg.

Weitere Schritte werden geprüft

"Die Gründe stehen nicht im Zusammenhang mit der zum Verkauf stehenden Gesellschaft", heißt es in der Mitteilung. Der Rücktritt vom Kaufvertrag liege nicht an der Direktbank Zuno, betonte auch die RBI-Sprecherin auf APA-Anfrage. Die Auswirkung der Transaktion auf die regulatorischen Kapitalquoten wäre "vernachlässigbar" gewesen. Die RBI prüfe nun weitere interne und externe Schritte, beispielsweise den Gesamtverkauf der Zuno, die vollständige Integration in andere RBI-Konzerneinheiten oder einen Teilverkauf.

Möglicherweise gab es Probleme mit der regulatorischen Genehmigung für den Deal, heißt es in informierten Kreisen.

Die Direktbank Zuno hatte per Jahresende 2015 rund 200 Mitarbeiter und circa 255.000 Kunden in der Tschechischen Republik sowie der Slowakei. Die Bank verwaltet laut RBI Kundeneinlagen in Höhe von rund 775 Millionen Euro und ein wachsendes Kundenkreditportfolio von etwa 75 Millionen Euro. (APA, 1.3.2016)

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