Asklepios-Gründer Rainer klagt Stadt Wien

1. März 2016, 15:44
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Der entlassene Lungenarzt will eine "unzulässige Motivkündigung" geltend machen

Wien – Asklepios-Gründer Gernot Rainer hat eine Klage gegen die Stadt eingebracht. Er will eine "unzulässige Motivkündigung" geltend machen, berichtet die "Presse" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Der Vertrag des Lungenarztes war vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) nicht verlängert worden. Rainer vermutet, dass politische Gründe hinter dieser Entscheidung stehen.

Er will nun erwirken, dass die Entscheidung rückgängig gemacht wird, heißt es im Bericht. In der Klage – die beim Arbeitsgericht eingebracht wurde – wird unter anderem geltend gemacht, dass Rainers Beschäftigungsverhältnis als unbefristeter Dienstvertrag anzusehen ist. Denn es sei zuvor zu einem Kettendienstvertrag, also zu einer immer wieder verlängerten Vereinbarung, gekommen.

Spital sieht Klage gelassen

Der Krankenanstaltenverbund sieht die arbeitsgerichtliche Klage von Asklepios-Gründer Gernot Rainer – dessen Vertrag im Otto-Wagner-Spital nicht verlängert wurde – gelassen. Man sei "diesbezüglich zuversichtlich", da man davon überzeugt sei, dass die Vorgangsweise rechtens war, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme.

"Die Klagschrift liegt dem KAV derzeit noch nicht vor", wurde betont. Die Entscheidung für die Nicht-Verlängerung sei jedenfalls nicht aus unsachlichen oder diskriminierenden Gründen erfolgt. Auch teile man nicht die Auffassung Rainers, dass es sich bei dessen Dienstverhältnis wie von ihm vorgebracht um unzulässige Kettenverträge gehandelt habe. (APA, 2.3.2016)

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