Lawrow warnt vor C-Waffen in Händen des IS

1. März 2016, 14:31
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Russischer Außenminister glaubt, dass Terrorgruppen Zugang zur Herstellung bekommen könnten

Genf – Russland hat vor einer wachsenden Gefahr von Chemiewaffen in den Händen von Extremistenorganisationen wie dem Islamischen Staat (IS) gewarnt. Es gebe Berichte, dass Terrorgruppen Zugang zu wissenschaftlichen und technischen Unterlagen zur Herstellung solcher Waffen erlangten, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag bei einer UN-Konferenz in Genf.

Außerdem eroberten sie Chemieanlagen und nutzten die Kenntnisse ausländischer Experten, um Kampfstoffe herzustellen. Lawrow forderte Verhandlungen über einen internationalen Pakt, um diese Entwicklung zu stoppen.

US-Informationen zufolge sollen IS-Kämpfer im vergangenen Jahr in Syrien und im Irak Senfgas eingesetzt haben. Nach einem Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen waren im August nördlich der syrischen Stadt Aleppo mindestens zwei Menschen Senfgas ausgesetzt. Die Gefahr nehme zu, dass ähnliche Verbrechen auch in Libyen und im Jemen verübt würden, sagte Lawrow. (APA, 1.3.2016)

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    foto: ap/laurent gillieron/keystone via ap
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