Erholte Bestände: Monarchfalter erleben heuer ein gutes Jahr

1. März 2016, 13:11
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WWF sieht aber keinen Grund zur Entwarnung: Schmetterlingsart weiter von Landwirtschaft bedroht

Mexiko-Stadt – Nach mehreren schlechten Jahren für den Monarchfalter (Danaus plexippus) in Mexiko scheint sich die Situation für die Schmetterlinge nun wieder zum Besseren zu wenden. Wie die Umweltschutzorganisation WWF berichtet, haben sich die Bestände heuer deutlich erholt. Die Schmetterlinge besiedelten in ihrem Winterquartier eine Fläche von rund vier Hektar, teilte die Naturschutzorganisation am Dienstag mit. 2015 waren die Teppiche aus Schmetterlingen nur 1,13 Hektar groß – Ende der 1990er-Jahre waren es noch 18 Hektar.

Keine Entwarnung

Der Ausschlag nach oben sei letztlich dem Zufall geschuldet, sagte ein WWF-Sprecher. Womöglich sei der Wind günstiger gewesen. Ein Grund zur Entwarnung seien die Zahlen nicht. Monarchfalter seien weiter stark bedroht, etwa weil die Nahrung des Nachwuchses durch Pestizide verknappt werde. Zudem leiden die Tiere laut WWF unter illegaler Abholzung und der Umwandlung ihrer Siedlungs- in Ackerflächen.

Die Reise der Monarchfalter gilt als weltweit einmaliges Naturphänomen. Millionen Schmetterlinge brechen jedes Jahr im Spätherbst von Kanada und den USA gen Süden auf. Für die Strecke ins mexikanische Winterquartier von bis zu 4.200 Kilometern braucht es mehrere Generationen, da die Insekten eine Lebenserwartung von wenigen Wochen haben. Zuletzt waren immer weniger Falter gekommen – der Tiefststand wurde dem WWF-Sprecher zufolge im vorletzten Jahr erreicht. (APA, red, 1.3.2016)

  • Die Reise der Monarchfalter ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Im Spätherbst machen sich in den USA und Kanada Millionen von Schmetterlingen auf den Weg Richtung Süden. Die Tiere legen gemeinsam bis zu 4.200 Kilometer zurück, um ihr Winterquartier im Hochland von Zentralmexiko zu erreichen.
    foto: reuters/edgard garrido

    Die Reise der Monarchfalter ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Im Spätherbst machen sich in den USA und Kanada Millionen von Schmetterlingen auf den Weg Richtung Süden. Die Tiere legen gemeinsam bis zu 4.200 Kilometer zurück, um ihr Winterquartier im Hochland von Zentralmexiko zu erreichen.

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