Hammerschmid gegen Verlagerung von Studienfächern an FHs

1. März 2016, 13:02
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Präsidentin der Universitätenkonferenz warnt vor zu wenig Wissenschaft

Wien – Für die Universitätenkonferenz (uniko) kommt eine Verlagerung ganzer Studienfächer an die Fachhochschulen (FH), wie sie von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) angedacht wurde, nicht in Frage. Die Uni-Rektoren warnen, dass durch die praxisorientierte Ausbildung an den Fachhochschulen die wissenschaftlich fundierte Breite von Fächern verloren gehen würde, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

"Nur die Massennachfrage allein kann jedenfalls kein Argument für eine Auslagerung von Studienrichtungen wie Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften sein", forderte uniko-Präsidentin Sonja Hammerschmid eine vorherige Abklärung, ob sich bestimmte Fachbereiche überhaupt für ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule eignen würden. Dazu betonte sie, dass ein Ausbau des FH-Sektors nicht automatisch kostengünstiger sei als eine adäquate budgetäre Ausstattung der Unis mit einer echten Studienplatzfinanzierung.

Für die kommenden Wochen und Monate kündigte Hammerschmid an, dass die uniko sich intensiv mit dem Studienfächerabgleich an den 21 Unis auseinandersetzen werde. Die Ergebnisse sollen auch in die Diskussion um die Weiterentwicklung von Unis und Fachhochschulen eingebracht werden. (APA, 1.3.2016)

  • Sonja Hammerschmid
    foto: apa/hochmuth

    Sonja Hammerschmid

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