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Im Skisport braucht es Balance und Sensibilität

18. März 2016, 12:45

Sloweniens Doppel-Olympiasiegerin Tina Maze gönnt sich nach 16 erfolgreichen Saisonen aktuell eine einjährige Auszeit vom Skirennsport. Die freie Zeit ist dabei sowohl ihren Sponsoren und Fans gewidmet als auch der Familie und ihren Freunden.

Mit ihrem künstlerischen Talent sorgt Tina Maze auch abseits der Skirennen für magische Momente. Im Interview erzählt sie von ihrer Verantwortung als Vorbild für Kinder und erklärt, wie sie Sport und Kunst beim Skifahren miteinander verbindet.

Tina, deine Fans schätzen an dir ganz besonders, dass du authentisch bist und trotz deiner Erfolge im Weltcup sehr bodenständig bleibst. Was erdet dich im stressigen Alltag als Spitzensportlerin?

Wer mich kennt, weiß, dass es oft Kleinigkeiten sind, die mich ein wenig ärgerlich stimmen können. Vor allem, wenn mich Menschen enttäuschen, denen ich vertraut hatte, oder wenn etwas nicht gleich so klappt, wie ich mir das vorstelle. Allerdings ist dieser spontane Ärger meist genauso rasch verschwunden, wie er gekommen ist. Ich konzentriere mich lieber auf meine Aufgaben und nicht auf einen kleinen Fehler oder darauf, was man über mich sagt oder gar zu wissen glaubt.

Wahrscheinlich wirke ich authentisch, weil ich meine Gefühle und Stimmungen immer zeige und nichts verstecke – auch meinen Ärger nicht. Als Sportlerin versuche ich jede Herausforderung möglichst professionell zu meistern. Und dazu gehört es für mich, mein Ziel niemals aus den Augen zu verlieren und zu 100 Prozent bei der Sache zu sein. Ich denke, dass es meine mentale Stärke ist, die mich in stressigen und auch unangenehmen Situationen immer wieder zurück zu mir bringt und ich deshalb am Boden bleibe.

Viele deiner Kolleginnen im Weltcup haben neben ihrem Talent für das Skifahren noch andere – meist sportliche – Interessen und Hobbys. Bei dir sind es Kunst, Fotografie und vor allem deine Stimme, mit der du auch abseits der Skipisten sehr erfolgreich bist. Wie passen diese zwei Extreme – Spitzensport und Kunst – zusammen?

Ich bin überzeugt davon, dass der Skisport auf jeden Fall einen künstlerischen Aspekt in sich birgt. Es geht in einem Rennen nicht nur um Kraft, Geschwindigkeit und darum, verbissen um den Sieg zu kämpfen. Im Skisport braucht es auch Balance und sehr viel Sensibilität, um wirklich schnell sein zu können – das ist eine besonders schöne und vielleicht eher unbekannte Seite an diesem Sport. Die Kunst, beim Rennen erfolgreich zu sein, besteht aus meiner Sicht darin, seinen eigenen und ganz persönlichen Rhythmus zu finden. Bei mir funktioniert das sehr gut, wenn ich singe. Deshalb passen für mich Skifahren und Singen einfach ganz großartig zusammen.

Freunde berichten, dass du an freien Tagen gerne lange schläfst, dir den Tag mit Milka Milkinis versüßt und es dir so richtig gutgehen lässt. Wecken die kleinen Schokolade-Riegelchen bei dir Glücksgefühle?

Ups, erwischt! (lacht) Es stimmt, dass ich gerne lange schlafe, das liegt aber ganz sicher daran, dass ich als Kind bereits um 4 Uhr morgens aufstehen musste, um rechtzeitig in den Kindergarten zu kommen. Ich stehe dazu, dass ich gerne lange im Bett liege, und erkläre es mir selbst als natürliche Reaktion auf den morgendlichen Aufstehstress in meiner Kindheit ….

Schokolade weckt sicherlich auch Glücksgefühle – vor allem dann, wenn man sie von einem lieben Menschen geschenkt bekommt. Und selbstverständlich können auch positive Gedanken einen trüben Tag gleich viel sonniger erscheinen lassen.

Welcher persönliche Magic Moment in deiner Karriere ist in deiner Erinnerung besonders präsent und was braucht es, dass aus einem beliebigen Erlebnis ein einzigartiger Moment, also ein Magic Moment, werden kann?

Es kann immer und überall magische Momente geben. Zu etwas Besonderem wird ein spezieller Moment dann, wenn er einzigartig bleibt und man sich an die Leidenschaft und das Gefühl erinnert, mit dem man ihn erlebt hat. Meine Leidenschaft ist der Sport. Und ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich es schaffe, die Menschen mit meinen Erfolgen im Sport zu begeistern und sie so vielleicht glücklich machen kann. Das sind meine Magic Moments.

Skistars stehen in diesen Tagen weit mehr in der Öffentlichkeit als früher. Sie sind Vorbilder für viele Jugendliche. In ist, was der Lieblingsstar sagt, denkt, macht, trägt, isst und trinkt. Du wirst bald 33 – belastet die Aufgabe "erfolgreiches Vorbild sein" jetzt vielleicht sogar stärker als vor ein paar Jahren?

Als Kind hatte ich viele Idole und Vorbilder und natürlich waren das überwiegend Skistars. Jetzt bin ich für viele Kinder wahrscheinlich auch ein Vorbild. Das Rad der Geschichte und ihrer Idole dreht sich weiter und es ist mir natürlich bewusst, dass ich auch Verantwortung für meine jungen Fans trage. Ich versuche deshalb, ein möglichst gutes Vorbild zu sein und möglichst keine Fehler zu machen, auch wenn man daraus etwas lernen könnte. Bei mir und meinen Idolen war das zumindest so.


Steckbrief Tina Maze

Geburtstag: 02.05.1983
Nationalität: Slowenien
Disziplinen: Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom, Kombination
Medaillenspiegel:
Weltmeisterschaften: 4x Gold, 5x Silber
Olympische Spiele: 2x Gold, 2x Silber

Weitere Einblicke zum Milka Ski Star gibt's unter http://www.milkaskistars.com/Tina.

  • Ihre mentale Stärke bringt Tina Maze in stressigen Situationen immer wieder zu sich zurück.
    foto: milka / mirja geh

    Ihre mentale Stärke bringt Tina Maze in stressigen Situationen immer wieder zu sich zurück.

  • Dass Schokolade Glücksgefühle weckt, ist sich die Spitzensportlerin sicher – vor allem dann, wenn man sie von einem lieben Menschen geschenkt bekommt.
    foto: milka

    Dass Schokolade Glücksgefühle weckt, ist sich die Spitzensportlerin sicher – vor allem dann, wenn man sie von einem lieben Menschen geschenkt bekommt.

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