Google-Auto kollidierte mit Bus

29. Februar 2016, 22:16
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Der Lexus versuchte Sandsäcken auszuweichen, Google gesteht erstmals eine Teilschuld der Software ein

Ein selbstfahrendes Auto von Google hat möglicherweise erstmals einen Unfall verursacht. Der Lexus RX450h sei Mitte Februar in Mountain View bei San Francisco gegen einen Linienbus gestoßen, als er ein Hindernis umfahren wollte, erklärte der Konzern in einer Stellungnahme für die Behörden. Bei dem Zwischenfall wurde demnach der Kotflügel des Busses beschädigt, verletzt worden sei niemand.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet räumte am Montag ein, einen Teil der Verantwortung zu tragen. Das Fahrzeug und auch sein Testfahrer hätten angenommen, dass der Bus bremse oder das Auto durchlasse. Es sei genügend Platz vorhanden gewesen.

Software aktualisiert

Demnach war das Google-Auto mit sehr geringer Geschwindigkeit von weniger als drei Stundenkilometern unterwegs, während es beim Bus 24 km/h waren. Der Konzern, der in Mountain View beheimatet ist, aktualisierte nach eigenen Angaben die Fahrzeugsoftware, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Wer die Schuld an dem Unfall trägt, wurde nicht offiziell festgestellt.

Google versucht derzeit die Behörden davon überzeugen, auch Fahrzeuge ohne Lenkrad auf Straßen fahren zu lassen. Im Dezember kritisierte Google Vorschläge aus Kalifornien, wonach auch selbstfahrende Autos mit Lenkrad, Gas- und Bremspedalen ausgestattet sein müssen. Auch ein Fahrer mit Führerschein wäre demnach vorgeschrieben.

Sechsjährige Testphase

Im November hatte Google erklärt, in der bisher sechsjährigen Versuchsphase mit selbstfahrenden Autos habe es 17 Bagatellunfälle gegeben, die aber alle nicht von den Fahrzeugen verursacht worden seien. (Reuters, 29.2.2016)

  • Google-Autos in Mountain View
    foto: reuters/elijah nouvelage

    Google-Autos in Mountain View

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