Özcan gegen Köln wieder im Ingolstadt-Tor

29. Februar 2016, 18:32
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FC am Dienstag nach Tod von Klublegende Löhr mit Trauerflor – Leverkusens Kampl nach Wadenbeinbruch lange out

Ingolstadt – Ramazan Özcan kehrt beim FC Ingolstadt ins Tor zurück. Nachdem der Österreicher beim 1:1 gegen den Hamburger SV dem Norweger Örjan Nyland den Vortritt lassen musste, steht der Vorarlberger am Dienstag im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (24. Runde) wieder im Gehäuse.

Darüberhinaus will Trainer Ralph Hasenhüttl trotz englischer Woche aber nicht rotieren. Demnach dürfte auch der gegen den HSV als Torschütze erfolgreiche Lukas Hinterseer wieder in der Startelf stehen. Präsentieren will sich der Aufsteiger weiter als unangenehmer Gegner. Der Spielstil brachte den Ingolstädtern von Hamburgs Lewis Holtby zuletzt gar den Ruf einer "ekelhaften Mannschaft" ein.

Das wies Hasenhüttl zurück. Man laufe viel, sei nah am Gegner. Unfair sei das aber noch lange nicht. Es sei nicht in Ordnung, so der 48-Jährige, "wenn man uns nur aufs Kämpfen reduziert. Wir setzen spielerische Akzente und bekommen dafür auch Anerkennung. Der Erfolg, 30 Punkte nämlich, gibt Ingolstadt ohnehin recht. Der Neuling ist auf Platz neun liegend dem Ziel Klassenverbleib nah.

Vor dem Kräftemessen mit Köln, wo der Ingolstadt-Coach wo von 1998 bis 2000 selbst als Profi aktiv war, wurde gegenseitiger Respekt bekundet. Kollege Peter Stöger würde, so Hasenhüttl, den Job beim FC "hervorragend" erledigen. Das Lob kam prompt retour: Sie machen viele Dinge richtig gut. Anerkennung und Respekt sind bei mir sehr groß", sagte Stöger über Ingolstadt.

Auf seiten der Kölner, die in der Tabelle um einen Punkt weniger notieren als Ingolstadt, ist der Einsatz des deutschen Teamspielers Jonas Hector ungewiss. Der Defensivmann ist derzeit durch eine Oberschenkelverletzung gehandicapt. "Wir hoffen, dass er fit wird, wollen aber kein Risiko eingehen", sagte Stöger vor der Abreise nach Bayern.

Er zeigte sich trotz der jüngsten 0:1- Niederlagen bei Borussia Mönchengladbach und gegen Hertha BSC optimistisch für das Gastspiel: "Wir haben unsere Lehren daraus gezogen, was nicht so gut läuft. Die Mannschaft zeigt Charakter."

Die Kölner werden im Gedenken an Hannes Löhr mit Trauerflor antreten. Die Kölner Legende starb Montag im Alter von 73 Jahren. Für "seinen" FC absolvierte Löhr zwischen 1964 und 1978 insgesamt 381 Bundesligapartien, in denen ihm 166 Treffer gelangen. Damit ist Löhr, der wegen seiner Nase in Köln nur "De Nas" gerufen wurde, noch immer Rekordtorschütze.

Saison für Kampl wohl vorbei

Wie am Montag bekannt wurde, muss Bayer Leverkusen längere Zeit auf Kevin Kampl verzichten. Der slowenische Nationalspieler hat sich einen Bruch des linken Wadenbeins zugezogen. Die Verletzung hatte sich der Mittelfeldspieler bereits im Spiel gegen Borussia Dortmund am 21. Februar zugezogen, zunächst waren allerdings nur ein Muskelfaserriss und ein Knochenödem festgestellt worden. Die Saison dürfte für den 25-jährigen Ex-Salzburger damit vorbei sein. (apa/sid/red, 29.2. 2016)

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