EZB drosselt bei ihren Anleihenkäufe leicht das Tempo

29. Februar 2016, 16:16
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Währungshüter nahmen in der Woche bis 26. Februar Staatstitel im Volumen von 12,15 Milliarden Euro in ihre Bücher

Frankfurt – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihren umstrittenen Anleihenkäufen die Geschwindigkeit etwas verringert. Die Währungshüter nahmen in der Woche bis 26. Februar Staatstitel im Volumen von 12,15 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. In der Woche davor waren es 12,57 Milliarden Euro gewesen. Mit den Käufen versuchen die Euro-Wächter, die Konjunktur im Währungsraum zu stützen und für mehr Inflation zu sorgen. Denn das Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent, das die EZB als optimalen Wert für die Wirtschaft anstrebt, liegt in weiter Ferne. Im Februar rutschte die Teuerung im Währungsraum sogar wieder unter Null: Ersten Schätzungen zufolge sanken die Preise um 0,2 Prozent.

Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder starteten im März 2015 mit den Käufen. Inzwischen haben sie Papiere im Umfang von 594,77 Milliarden Euro erworben. Das Programm soll noch bis mindestens März 2017 laufen und dann – einschließlich Hypothekenpapiere und Pfandbriefe – ein Volumen von 1,5 Billionen Euro haben.

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