2:0 in Wolfsburg: Bayern dürfen jubeln

27. Februar 2016, 18:19
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Coman und Lewandowski treffen, Bayern wie auf Schienen in Richtung vierter Meisterschaft in Folge

Bayern München hat in der Fußball-Bundesliga einen weiteren großen Schritt in Richtung historischer Meisterschaft unternommen. Der Tabellenführer gewann bei Vizemeister VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0), baute den Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund zumindest für einen Tag auf elf Punkte aus und ist dem vierten Titel in Folge ganz nah.

Kingsley Coman (66.) und Robert Lewandowski (74.) mit seinem 23. Saisontreffer erzielten die Tore für die Bayern, die in der Bundesliga seit dem 5. Dezember (1:3 in Mönchengladbach) unbesiegt sind. Mit dem Sieg am 116. Geburtstag schraubte der Rekordmeister sein Punktekonto auf 62 Zähler und hat nun genau doppelt so viele Punkte wie Vizemeister Wolfsburg.

Dominante Bayern

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena rotierte Bayerns Trainer Pep Guardiola weniger als gedacht. Xabi Alonso erhielt im defensiven Mittelfeld den Vorzug vor Arturo Vidal, Coman rückte für Thiago ins Team. Youngster Joshua Kimmich durfte trotz seiner Patzer gegen Turin wieder in der Innenverteidigung ran.

Die Bayern begannen ähnlich dominant wie gegen Juventus und setzten sich bei Ballbesitz hartnäckig in der gegnerischen Hälfte fest. Schon nach zwei Minuten musste Wolfsburgs Keeper Koen Casteels nach einem Vorstoß von Coman über die linke Seite beherzt eingreifen. Thomas Müller (6.) und Lewandowski (16./31.) schlossen ihre Möglichkeiten nicht zwingend genug ab.

Bei Ballbesitz rückten Bayerns Außenverteidiger Philipp Lahm und Juan Bernat ins Halbfeld und zogen ihre Gegenspieler von den Flügeln mit. Arjen Robben und Coman hatten auf den Außenpositionen mehr Platz und konnten ihre Stärken im Eins-gegen-eins immer wieder ausspielen, allerdings resultierten zu wenig echte Chancen daraus.

Die "Wölfe" fanden zunächst kein Mittel, suchten oft mit langen Bällen in Richtung Kimmich ihr Glück. Erst allmählich legten die Gastgeber ihren großen Respekt ab. Nach einem Kopfball von Max Kruse (19.) musste sich Manuel Neuer erstmals strecken. Die Riesenchance hatte Marcel Schäfer (45.). Nach Kopfball-Vorlage von Kruse kam Schäfer zehn Meter vor Neuer frei zum Schuss, doch das Wolfsburger Urgestein verstolperte.

Guardiola konnte mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden sein, brachte zum zweiten Durchgang zunächst Thiago und im Anschluss Franck Ribéry für Robben. Zunächst erhöhte sich der Druck. Müller war frei durch, wollte Lewandowski auflegen, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Abseits. Kurz danach zog Lewandowski aus kurzer Distanz übers Tor.

Wolfsburg konnte sich immer wieder befreien. Nach einem Angriff über die linke Seite zog Kruse (65.) den Ball nach Innen. Draxler nahm Maß, doch Neuer war zur Stelle und faustete das Spielgerät übers Tor. Glücklicher waren die Bayern kurz darauf, als Coman einen von Naldo abgefälschten Ball ins Tor verlängerte. Lewandowski sorgte für die Vorentscheidung.

Bei den Gastgebern gehörten Abwehrchef Naldo und der engagiert spielende Kruse zu den besten Akteuren, bei den Bayern gefielen Coman und Neuer.

Die restlichen Ergebnisse:

Freitag: 1. FC Köln – Hertha BSC Berlin 0:1. Köln: Hosiner ab 59., Trainer Stöger

Samstag: VfL Wolfsburg – Bayern München 0:2. München: Alaba spielte durch.

VfB Stuttgart – Hannover 96 1:2. Stuttgart: Harnik ab 76., Klein Ersatz

Hamburger SV – FC Ingolstadt 04 1:1. HSV: ohne Gregoritsch (verletzt); Ingolstadt: Hinterseer bis 92. und erzielte Ausgleich (61.), Özcan Ersatz, Trainer Hasenhüttl.

Werder Bremen – SV Darmstadt 2:2. Bremen: Junuzovic, Grillitsch spielten durch. Darmstadt: ohne Garics (Knieverletzung).

Sonntag: FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach 15 Uhr 30

Borussia Dortmund – 1899 Hoffenheim 17 Uhr 30

FSV Mainz 05 – Bayer 04 Leverkusen 17 Uhr 30

Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 19 Uhr 30

  • Die Bayern mit Philipp Lahm setzten sich gegen Julian Draxler und seine Wolfsburger durch.
    foto: afp/tobias schwarz

    Die Bayern mit Philipp Lahm setzten sich gegen Julian Draxler und seine Wolfsburger durch.

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