Triumph für Gruber in Val di Fiemme

27. Februar 2016, 17:07
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Erster ÖSV-Saisonsieg – Vier Österreicher in den Top Ten – Deutscher Frenzel vorzeitig zum vierten Mal Gesamtsieger

Val di Fiemme – Das Val di Fiemme hat sich einmal mehr als idealer Boden für Bernhard Gruber erwiesen. Nach fehlender Konstanz im bisherigen Winter wiederholte der 33-Jährige dort am Samstag seinen Vorjahreserfolg und feierte seinen sechsten Weltcupsieg, den ersten eines ÖSV-Kombinierers in der Saison. An gleicher Stelle war der Salzburger 2013 zweifacher Vize-Weltmeister geworden. Eric Frenzel ist Gesamtsieger.

Bei der WM 2015 in Falun hatte Gruber mit Gold sein achtes Edelmetall bei einem Großereignis erobert, nun erhöhte er im Fleimstal auch sein Erfolgskonto im Weltcup. "Das war ein sensationeller Tag", freute sich der Gasteiner. "Als Erster über die Ziellinie zu laufen ist so ein sensationelles Gefühl. Ich bin überglücklich."

Als Zweiter des Springens mit 21 Sekunden Rückstand auf Saison-Dominator Eric Frenzel in den 10-km-Langlauf gestartet, überholte Gruber den siebenfachen Saisonsieger noch vor der Halbdistanz und lief in der Folge auf der tiefen und langsamen Loipe mit viertbester Zeit unangefochten zum Sieg. "Ich habe mir gedacht, das gibt es nicht, dass der Eric nicht mithalten kann, und mir gesagt, 'lauf dein Rennen, zieh es durch'."

Den Grundstein hatte er schon im Springen gelegt, das zuletzt mehrfach seine Achillesferse gewesen war. "Ich habe auf der Schanze mit Christoph Bieler (Sprungtrainer, Anm.) gut gearbeitet und mich zurückgekämpft. Die Sprünge kommen jetzt selbstverständlicher", meinte der Athlet des SC Bischofshofen zufrieden.

Frenzel hatte als Zweiter 37,5 Sekunden Rückstand auf Gruber, der Norweger Jörgen Graabak lag als Dritter und bester Läufer (nach 14. Platz im Springen) schon 46 Sekunden zurück. Weil Akito Watabe wegen Erkrankung im Val di Fiemme pausieren muss, steht Frenzel zum vierten Mal in Folge als Gesamtsieger fest. Der 27-Jährige, der in den letzten drei Bewerben nicht mehr einzuholen ist, stellte damit den Rekord des Finnen Hannu Manninen ein.

Gruber erreichte nach dem zweiten Rang von Chaux-Neuve seinen zweiten Saison-Podestplatz. Auch mannschaftlich präsentierte sich das mit Top-Material ausgestattete Team von Cheftrainer Christoph Eugen sehr stark. Lukas Klapfer (+56,7) wurde nach zweitbester Laufzeit Fünfter, Mario Seidl (1:21,8) Siebenter und Wilhelm Denifl (1:25,2) Neunter. (APA, 27.2.016)

Ergebnisse Kombi Val di Fiemme

1. Bernhard Gruber (AUT) 30:59,7 Minuten (2./4.) – 2. Eric Frenzel (GER) 37,5 Sekunden zurück (1./19.) – 3. Jörgen Graabak (NOR) 46,0 (14./1.) – 4. Magnus Krog (NOR) 52,2 (10./3.) – 5. Lukas Klapfer (AUT) 56,7 (13./2.) – 6. Fabian Rießle (GER) 1:20,2 (8./11.) – 7. Mario Seidl (AUT) 1:21,8 (5./15.) – 8. Jan Schmid (NOR) 1:24,2 (12./9.) – 9. Wilhelm Denifl (AUT) 1:25,2 (11./10.) – 10. Magnus Moan (NOR) 1:28,1 (15./5.). Weiter: 13. Philipp Orter 1:47,8 (18./8.) – 14. Lukas Greiderer 2:04,7 (25./7.). Nicht angetreten: David Pommer (alle AUT), Akito Watabe (JPN), beide erkrankt.

Weltcup-Gesamtwertung: 1. Frenzel 1.207 (vorzeitig Gesamtsieger) – 2. A. Watabe 984 – 3. Rießle 874 – 4. Graabak 683 – 5. Johannes Rydzek (GER) 605 – 6. Gruber 543. Weiter: 8. Klapfer 446 – 16. Seidl 266 – 17. Orter 250 – 19. Denifl 205 – 30. Franz-Joef Rehrl 86 – 35. Pommer 51 – 36. Greiderer 49 – 37. Steindl 47

Nationencup: 1. Deutschland 3.793 – 2. Norwegen 3.234 – 3. Österreich 2.282.

  • Berni Gruber hängt der Schlecker aus dem Mund.
    foto: apa/gindl

    Berni Gruber hängt der Schlecker aus dem Mund.

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