Spermien aus dem Labor sorgen für Mäusenachwuchs

29. Februar 2016, 08:30
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Chinesische Forscher haben erstmals künstliche Mäusespermien auf der Grundlage von Stammzellen gezüchtet. Beim Menschen wäre das komplizierter.

Peking/Wien – Die Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit liegt zu etwa gleichen Teilen bei Frauen und Männern. In der Behandlung der letzteren ist die Forschung nun einen kleinen Schritt weiter: Chinesische Wissenschafter um Xiao-Yang Zhao züchteten erstmals künstliche Mäusespermien auf der Grundlage von Stammzellen, wie das Fachblatt "Cell Stem Cell" berichtet. Nach komplizierter Hormonbehandlung gelang es, dass sich die Urkeimzellen zu Spermien ausdifferenzierten.

foto: ap
Diese Maus entstand aus einem künstlich erzeugten Spermium.

Danach wurden sie per In-vitro-Fertilisation in Mäuseeizellen eingesetzt. "Die Nachkommen waren gesund und fruchtbar", so Zhao. Bis zur Anwendung bei Menschen kann es jedoch noch dauern. Menschliche Stammzellen müssen erst umprogrammiert werden, damit sie sich zur gewünschten Zellform entwickeln. (sic, 29. 2. 2016)

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