Lewandowskis Wiedersehen mit Wolfsburg

26. Februar 2016, 16:46
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Beim letzten Spiel zwischen den Bayern und den Wölfen traf der Pole fünf Mal – Bremer Abstiegskampf in Darmstadt – Dortmund gegen Hoffenheim

Sieben Spiele nicht mehr verloren, davon sechs Partien gewonnen: Bayern München ist in der deutschen Fußball-Bundesliga auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung voll auf Kurs. Am Samstag schickt sich nun Vizemeister VfL Wolfsburg an, die Erfolgsserie des Meisters in der 23. Runde zu brechen. Die Wolfsburger sind nur Achter und brauchen deshalb dringend Punkte.

Die Bayern können in der anstehenden Woche im Titelkampf wohl schon eine Vorentscheidung herbeiführen. Nach dem Duell mit Wolfsburg und dem Heimmatch gegen Mainz am Mittwoch kommt es am Samstag in einer Woche zum Aufeinandertreffen mit dem acht Punkte zurückliegenden Verfolger Borussia Dortmund im Signal Iduna Park. "Es ist die wichtigste Woche der Saison", betonte Bayern-Trainer Josep Guardiola.

Lewandowskis Erinnerung

Seine Truppe gab am Dienstag im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel bei Juventus Turin eine 2:0-Führung aus der Hand und musste sich mit einem 2:2 begnügen. Auch deshalb wird das Duell mit Wolfsburg sicher kein Selbstläufer für ÖFB-Star David Alaba und Co. "Wir brauchen unsere beste Leistung, um in Wolfsburg zu gewinnen", weiß der spanische Startrainer. Mario Götze könnte sein Comeback geben, der deutsche Weltmeister fehlte den Münchnern wegen einer Adduktorenverletzung seit Anfang Oktober.

Im Blickpunkt steht aber vor allem Toptorjäger Robert Lewandowski, der das Hinspiel (5:1) mit einem Fünferpack in neun Minuten zu einer One-Man-Show gemacht hatte. "Das wird nicht noch einmal passieren, das ist einmalig im Leben", sagte Guardiola. Die Wolfsburger gehen auch deshalb als krasser Außenseiter ins Spiel, da sie große personelle Probleme haben. "Wir müssen über das normale Maß hinaus arbeiten, um überhaupt eine Chance auf Punkte zu haben", stellte VfL-Trainer Dieter Hecking fest.

Dortmunder Pflichtsieg

Bayern-Verfolger Dortmund steht am Sonntag gegen den Vorletzten Hoffenheim vor einem Pflichtsieg. Dahinter ist ein harter Kampf um Rang drei im Gange. Die besten Karten hat da bisher Hertha BSC, die Berliner eröffneten die Runde bereits am Freitagabend beim von Peter Stöger gecoachten 1. FC Köln. Der Vierte Bayer Leverkusen ist am Sonntag beim Siebenten Mainz zu Gast. Während Julian Baumgartlinger bei den Mainzern gesetzt ist, dürfte Karim Onisiwo nicht zum Einsatz kommen. Leverkusens Trainer Roger Schmidt sitzt die erste Partie seiner Drei-Spiel-Sperre ab.

Der Fünfte Mönchengladbach muss am Sonntag beim 13. Augsburg weiter ohne Martin Stranzl auskommen, Martin Hinteregger dürfte nicht in der Anfangsformation stehen. Der Sechste Schalke 04 will nach der 0:3-Niederlage gegen Schachtar Donezk und dem damit verbundenen Europa-League-Out den Europacupfrust im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt vergessen machen. Mithelfen soll dabei Alessandro Schöpf, der sich schnell bei den Schalkern etabliert hat. "Wir müssen uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren und schnellstmöglich ein positives Ergebnis holen", forderte Schalke-Manager Horst Heldt nach dem vierten Pflichtspiel ohne Sieg in Folge.

Bremens Starre

Bewegung könnte am Wochenende in den Abstiegskampf kommen. Der Tabellen-16. Werder Bremen (20 Punkte) kann mit einem Sieg gegen Darmstadt (24) den Anschluss ans rettende Ufer schaffen und im Falle einer Frankfurter Niederlage gegen Schalke den Relegationsplatz verlassen. "Wir wollen kämpfen und zeigen, dass wir noch leben", sagte Bremens Trainer Viktor Skripnik, der auf Kapitän Clemens Fritz verzichten muss.

Zu erwarten ist, dass er Zlatko Junuzovic wieder eine Chance von Beginn an gibt. "Natürlich bin ich nicht glücklich, wenn ich draußen sitze, natürlich will ich spielen. Aber ich bin niemand, der deswegen schlechte Stimmung verbreitet", äußerte sich Junuzovic im "kicker". Er hatte zuletzt zweimal die Ersatzbank drücken müssen. "Der Glaube, es zu schaffen, ist da. Wir haben noch genug Spiele, die wir gewinnen können. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis um Selbstvertrauen aufzubauen, das Darmstadt-Spiel ist da ganz entscheidend", weiß der ÖFB-Star. (APA, 26.2.2016)

Programm der 23. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga:

Freitag:
1. FC Köln (Hosiner, Trainer Stöger) – Hertha BSC

Samstag :
SV Werder Bremen – SV Darmstadt 98,
VfB Stuttgart – Hannover 96,
VfL Wolfsburg – FC Bayern München,
Hamburger SV – FC Ingolstadt 04

Sonntag:
FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach
Borussia Dortmund – 1899 Hoffenheim,
Mainz 05 – Bayer 04 Leverkusen,
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04

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    foto: apa/dpa/andreas gebert

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