Innviertler Minimalisten gegen Grazer Wundertüte

26. Februar 2016, 15:23
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Ried gewinnt gerne 1:0 und möchte das auch gegen Sturm so beibehalten. Die Steirer wollen sich nach der Niederlage gegen Rapid rehabilitieren

Die SV Ried will den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga bald hinter sich wissen. Die Innviertler sind dabei auf einem guten Weg. In den jüngsten acht Runden gingen sie nur einmal als Verlierer vom Spielfeld, daheim halten die Oberösterreicher bei vier Siegen in Folge. Die wieder entdeckte Heimstärke soll auch Sturm Graz zu spüren bekommen.

Die im Frühjahr noch sieglosen Steirer gastieren im Auftaktspiel der 24. Runde am Samstag (16.00 Uhr) im Innviertel. Will Sturm den Anschluss an die drittplatzierte Austria nicht verlieren, sind die Grazer auf Punkte angewiesen. Acht Zähler beträgt aktuell der Rückstand auf die Wiener. Ried hat sich indes auf Platz sieben vorgearbeitet. Der Vorsprung auf Schlusslicht WAC beträgt vier Punkte, der Rückstand auf Sturm ebenfalls.

1:0

Das erste Saisonduell endete im August mit einem 1:0-Heimsieg der Rieder. Es ist das Lieblingsresultat der Innviertler vor heimischer Kulisse, drei der vier letzten Siege endeten so. Gegen Sturm erwartete Trainer Paul Gludovatz einen schweren Gang. "Sie waren sowohl gegen Salzburg als auch gegen Rapid in vielen Phasen die bessere Mannschaft", berichtete er von seinen Spionagereisen nach Graz.

Die "Blackys" gingen sowohl im Cup-Viertelfinale gegen Salzburg (0:1), als auch in der Vorwoche gegen Rapid (0:2) als Verlierer vom Feld. In Altach (2:2) und beim WAC (0:0) konnte Sturm im Frühjahr ebenfalls keinen Sieg einfahren. Franco Foda wurde am Freitag bereits mit der Frage konfrontiert, ob er persönlich Druck verspüre. "Ich habe keine Angst vor morgen", antwortete der Deutsche vor dem 50. Ligaspiel seiner dritten Ära als Sturm-Trainer.

Hoffen auf Donis

"Wir haben diese Woche gut gearbeitet und hoffen, dass wir in Ried belohnt werden", sagte Foda. Er konnte Donis Avdijaj wieder im Mannschaftstraining begrüßen. Der seit Monaten verletzt gewesene Mittelfeldmann könnte sein Comeback geben. Foda ("Er hat einen guten Eindruck hinterlassen") wollte dies aber erst nach dem finalen Training entscheiden. Die Reise nach Ried trat Sturm bereits Freitag an.

Nach dem 0:2 gegen Rapid versuchte Foda, seine Mannschaft wieder aufzurichten. "Ich habe Vertrauen in meine Spieler, der Knoten wird platzen", betonte er demonstrativ. Im Spiel gelte es, negative Erlebnisse besser zu verarbeiten. Dass vor allem im Angriff Durchschlagskraft fehlt, war Foda bewusst. "Kienast hatte aufgrund seiner Verletzung kaum Vorbereitungsspiele, Edomwonyi ist noch jung. Ich habe mit ihm viele Gespräche geführt", berichtete er.

Ried werden die Offensivprobleme des Gegners gelegen kommen. Nur zwei Siege bei zwölf Niederlagen holte die Spielvereinigung in den vergangenen 20 Oberhaus-Spielen gegen Sturm. Trainer Gludovatz ist diese Statistik naturgemäß herzlich egal, der Burgenländer will den Aufwärtstrend seines Teams nicht enden sehen. "Das Spiel ist wichtig, um positiv in das restliche dritte Viertel mit der englischen Woche gehen zu können", betonte er. (APA, 26.2.2016)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SV Ried – SK Sturm Graz (Samstag, 16.00 Uhr, Ried, Keine Sorgen Arena, SR Heiss). Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 2:3 (a).

Ried: Gebauer – Antonitsch, Reifeltshammer, Filipovic – Hart, Trauner, Polverino, Prada – Kreuzer, T. Fröschl, Elsneg

Ersatz: Durakovic – Bergmann, Janeczek, Brandner, Streker, Gavilan, Honsak, Sikorski

Es fehlen: Walch, Möschl (beide Muskelzerrung), Ziegl (im Aufbautraining)

Sturm: Esser – Kayhan, Avlonitis, Kamavuaka, Lykogiannis – Lovric, Offenbacher – Schick, Horvath, Klem – Kienast

Ersatz: Gratzei – Spendlhofer, Potzmann, Gruber, M. Stankovic, Avdijaj, Edomwonyi

Es fehlen: Piesinger (nach Kreuzbandriss), Dobras (Prellung Unterschenkel)

  • Ein 1:0 ist ein 1:0.
    foto: apa/expa/roland hackl

    Ein 1:0 ist ein 1:0.

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