Louis Sachar: Schlamm in den Löchern

2. März 2016, 11:19
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Der Autor erzählt vor einem Stephen-King-tauglichen Horrorszenario eine leichte, nie seichte Geschichte über Freundschaft und Selbstfindung

Natürlich ist es nicht Löcher, Louis Sachars jugendliterarische Einzigartigkeit. Schlamm ist aber ein echter Sachar: schräg, hintergründig, liebenswert, besonders – und ganz leise weise. Bei der titelgebenden Katastrophe handelt es sich um einen jener Fälle, in denen gescheite Menschen mit den besten Absichten sich daranmachen, der Natur auf die Sprünge zu helfen. Ein Schuss, der nach hinten losgehen muss, wie uns Sachar nebenbei vermittelt.

Der Plot treibt drei junge Menschen in den Wald, wo sie mit einem krankmachenden "schlierigen Schlamm" in Berührung kommen. Die Sache wächst sich zu epidemischen Ausmaßen mit hunderten betroffenen Menschen und Tieren, nationalem Notstand und Quarantäne aus.

Sachar erzählt vor diesem Stephen-King-tauglichen Horrorszenario eine leichte, nie seichte Geschichte über Freundschaft und Selbstfindung, deren warnender Unterton sich umso hartnäckiger im Hinterkopf festsetzt. Besonders empfohlen wird auch die englische Originalausgabe Fuzzy Mud. (Helmuth Santler, Album, 26.2.2016)

  • Louis Sachar, "Schlamm oder  Die Katastrophe von Heath Cliff". € 13,40 / 192 Seiten. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2015
    cover: beltz & gelberg

    Louis Sachar, "Schlamm oder Die Katastrophe von Heath Cliff". € 13,40 / 192 Seiten. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2015

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