37 Forscher von festsitzendem Schiff in der Antarktis gerettet

26. Februar 2016, 11:01
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Stabilität und Treibstofftanks des australischen Eisbrechers sollen nicht in Gefahr sein, die Crew soll das Schiff wieder flottmachen

Sidney – Nach zwei Tagen im Packeis sind 37 Forschungsreisende des in der Antarktis festsitzenden australischen Eisbrechers "Aurora Australis" wieder an Land: Sie wurden am Freitag gerettet und mit einem Schiff zur nahe gelegenen Forschungsstation Mawson gebracht, wie die australische Antarktis-Behörde AAD mitteilte.

Die Crewmitglieder sollten zunächst an Bord bleiben und versuchen, den Eisbrecher wieder flott zu machen. Die "Aurora Australis" war am Mittwoch bei einer Versorgungsmission für die Mawson-Station in West Arm in Horseshoe Harbour auf Grund gelaufen. Die Forscher und Besatzungsmitglieder konnten wegen eines Schneesturms zunächst nicht in Sicherheit gebracht werden. Am Schiffsrumpf wurde nach Angaben der AAD ein Riss festgestellt. Dieser gefährde jedoch die Stabilität des Eisbrechers nicht. Auch bestehe keine Gefahr, dass Treibstoff auslaufen könne.

Wenn es der Besatzung gelingt, das Schiff wieder flott zu machen, soll die "Aurora Australis" an eine geschützte Stelle fahren, um den Schaden genauer zu untersuchen, wie die Reederei P&O Maritime Services mitteilte. Dies könne drei Tage dauern.

Rettungsaktion 2013

Die "Aurora Australis" war vor zwei Jahren an einer dramatischen Rettungsaktion für ein russisches Forschungsschiff beteiligt gewesen. Die "Akademik Schokalskij" war zu Weihnachten 2013 mit 52 Wissenschaftern, Touristen und Journalisten an Bord im Eis stecken geblieben. Die Personen wurden Anfang Jänner 2014 von einem Hubschrauber des chinesischen Eisbrechers "Xue Long" ("Schneedrache") zur "Aurora Australis" geflogen, die sie nach Tasmanien brachte.

Australien hat drei ständige Forschungsstationen in der Antarktis – Mawson, Davis und Casey – sowie eine weitere auf der Macquarieinsel. Wegen der Panne der "Aurora Australis" sitzen auf der Davis-Station bis zu 30 Menschen fest, die der Eisbrecher zurück nach Australien bringen sollte. Sie sollen nun von einem Flugzeug des US-Antarktisprogramms abgeholt und zunächst zur Casey-Station gebracht werden. Dort sollen sie dann von einem anderen Flugzeug abgeholt werden.

Die AAD hat auch andere Länder um Hilfe gebeten, um die auf Mawson festsitzenden Forscher zurück nach Australien zu bringen. Das chinesische Schiff "Xiao Long" könnte die Station demnach innerhalb weniger Tage erreichen. (APA, red, 26.2.2016)

  • Die "Aurora Australis" lief am Mittwoch auf Grund.
    foto: reuters

    Die "Aurora Australis" lief am Mittwoch auf Grund.

  • Ein Schneesturm verzögerte die Rettungsaktion.
    foto: reuters

    Ein Schneesturm verzögerte die Rettungsaktion.

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