Slowenien verlangt von Österreich Ende der Grenzkontrollen

26. Februar 2016, 08:40
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Innenministerin Györkös Žnidar verweist auf Übernahme der österreichischen Restriktionen durch Slowenien

Brüssel – Slowenien hat Österreich aufgefordert, die Grenzkontrollen in der Flüchtlingskrise zu beenden. "Slowenien ist ein glaubwürdiger Schengen-Partnerstaat und (...) es gibt keinen Grund für die Aufrechterhaltung der Überwachung an der Binnengrenze mit Österreich", sagte Innenministerin Vesna Györkös Žnidar am Donnerstag.

Sie spielte damit darauf an, dass Slowenien die österreichischen Maßnahmen mitvollzogen hat. Seit Einführung des neuen Grenzmanagements vor einer Woche wurden die österreichischen Kontingente nicht einmal annähernd erreicht, weil auch Slowenien seine Grenze abgeriegelt hat.

Innenministerin: Binnengrenzen sind keine Lösung

Binnengrenzen seien keine Lösung, sagte Györkös Žnidar. Migranten kämen nämlich weiterhin über die Grenze, während Bürger und Unternehmen einen hohen Preis für die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zahlten. Für Slowenien als kleines Land sei das Prinzip des freien Personen- und Warenverkehrs von besonderer Bedeutung. (APA, 26.2.2016)

  • Slowenien hält Binnengrenzen für keine Lösung.
    foto: apa/erwin scheriau

    Slowenien hält Binnengrenzen für keine Lösung.

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