"König von Deutschland" zu sieben Monaten Haft verurteilt

25. Februar 2016, 12:49
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Legte gefälschten Führerschein vor

Wittenberg – Ein selbst ernannter "König von Deutschland" ist in Sachsen-Anhalt zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Wittenberg sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Angeklagte bei zwei Fahrten im Jahr 2014 keine gültige Fahrerlaubnis hatte. Bei einer Tour legte er zudem einen gefälschten Führerschein vor, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 50-Jährige kündigte nach Gerichtsangaben an, Rechtsmittel einzulegen. Zuvor berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung" online über das Urteil.

Fantasiestaat ausgerufen

Der selbst ernannte Monarch steht derzeit auch in Dessau-Roßlau vor Gericht. Auch in dem Verfahren geht es um Fahrten ohne Führerschein. Nach dem Prozessbeginn am Mittwoch setzte sich der 50-Jährige in ein Auto und fuhr vom Gerichtsgebäude weg. Der Prozess soll dort im März fortgesetzt werden.

Der gelernte Koch hatte 2012 auf dem Gelände eines ehemaligen Krankenhauses seinen Fantasiestaat ausgerufen. Seitdem gerät er immer wieder mit der Justiz in Konflikt. Dabei ging es auch um unerlaubte Versicherungsgeschäfte. (APA, 25.2.2016)

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