Digital News Initiative: Google fördert derStandard.at-Projekt zu Forenmoderation

25. Februar 2016, 13:01
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"De-Escalation-Bot" erhält 208.000 Euro – Auch Newsservice-Projekt von George Nimeh dabei

Wien – Google hat kürzlich die Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen der Digital News Initiative gefördert werden. Die erste Finanzierungsrunde unterstützt Projekte in 23 Ländern mit 27 Millionen Euro.

Zwei Projekte aus Österreich dabei

Aus Österreich sind derzeit zwei Projekte dabei. Mit 208.000 Euro wird das Projekt "De-Escalation-Bot" von derStandard.at gefördert. Das Projekt will mithilfe künstlicher Intelligenz eine Software für die Forenmoderation entwickeln, die eine höhere Diskussionsqualität ermöglicht und so den Moderationsaufwand reduziert.

Damit könnten Moderatoren großer Medienforen mit einer Vielzahl parallel ablaufender Diskussionen im richtigen Moment eingreifen, um negative Dynamiken wie persönliche Angriffe und Beschimpfungen rasch aufzufangen und eine Eskalation zu vermeiden. Projektpartner ist das Austrian Research Institute for Artificial Intelligence (OFAI).

Förderung auch für Newsservice-Projekt von George Nimeh

Gefördert wird auch ein von George Nimeh eingereichtes Projekt, bei dem es um ein kuratiertes mobiles Newsservice für unabhängige Publisher geht. Nimeh hat wie berichtet gerade seine Agentur Nimeh & Partners gegründet, zuvor war er Onlinechef des "Kurier".

Im Oktober hatte Google die Ausschreibung für die erste Runde des Digital News Initiative Innovation Fund eröffnet. Der Fonds soll "neue Denkprozesse anstoßen und europäischen Nachrichtenorganisationen jeder Größenordnung den Spielraum geben, Neues auszuprobieren und digitale Innovationen umzusetzen".

Drei Projektklassen werden gefördert

Drei Projektklassen werden gefördert. Für Prototyp-Projekte von Organisationen und Einzelpersonen stehen bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Bei mittelgroßen Projekten mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 300.000 Euro will Google Anträge von bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten des Projekts annehmen. Auch bei Großprojekten über 300.000 Euro beträgt die Förderquote maximal 70 Prozent. Die Obergrenze der Finanzierung liegt bei einer Million Euro. (red, 25.2.2016)

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    foto: derstandard.at
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