Wackers unmittelbares Ziel ist nicht der Aufstieg

25. Februar 2016, 10:50
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Am Freitag startet die Frühjahrssaison und mit ihr der Dreikampf um den Titel. Die Tiroler stapeln tief und sehen sich nicht in der Favoritenrolle

Innsbruck – Die Geduld, so heißt es, ist der Schlüssel zur Freude. Da am Freitag nun endlich die Erste Liga in ihre Frühjahrssaison startet, hat das Warten ein Ende und der Spaß kann beginnen. Drei Mannschaften kämpfen in den noch ausstehenden 17 Runden um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Wacker Innsbruck führt die Tabelle mit 38 Punkten (41:24 Tore) vor dem punktegleichen SKN St. Pölten (35:20) an. In Lauerstellung liegt der LASK zwei Zähler hinter dem Führungsduo.

Innsbruck erlebte im Herbst eine wundersame Auferstehung. Noch im Vorjahr schien der Traditionsklub aus Tirol im Sturzflug Kurs auf Westliga und Drittklassigkeit zu nehmen. Erst in der letzten Runde sicherte sich der zehnfache österreichische Meister mit einem 3:0-Heimsieg über Horn den Klassenerhalt. 13.000 Fans feierten am Innsbrucker Tivoli, als hätten die Tiroler den Bundesliga-Titel geholt.

Ein Glücksgriff

"Diese Erfahrung, permanent gegen den Abstieg zu spielen und am Ende das Ziel doch zu erreichen, hat die Mannschaft zusammengeschweißt und auch geformt", analysierte Wackers Generalmanager Alfred Hörtnagl im Gespräch mit der APA vor dem Auftakt am Freitag beim FAC. "Noch dazu haben sich die neuen Spieler im Sommer sehr gut eingefügt" sagte Hörtnagl. Vor allem Thomas Pichlmann war ein Goldgriff. Der 34-jährige Stürmer, der von Grosseto (ITA) an den Inn gewechselt war, führt mit 14 Treffern die Torschützenliste der Ersten Liga an.

Obwohl die Innsbrucker als Leader ins Frühjahr gehen, will das Wort Titel beim FC Wacker niemand in den Mund nehmen – weder Hörtnagl noch Trainer Klaus Schmidt oder Präsident Josef Gunsch. "Wir haben den Aufstieg 2017 als Ziel ausgegeben", wiederholt Gunsch fast schon gebetsmühlenartig, auch wenn er bekennt, eine Meisterfeier noch heuer wäre "eine coole Sache".

Für Hörtnagl sind die beiden Verfolger die großen Anwärter auf den Aufstieg. "Die haben auch ein weit größeres Budget als wir. Das hat man ja in der Wintertransferzeit gesehen." Fünf Millionen Euro beträgt das Budget der Tiroler. "Die sind ausfinanziert. Und das wird es auch nächste Saison sein", sagte Gunsch. "Erst wenn wir aufsteigen, können wir das Budget um eine Million Euro erhöhen." Bis dahin gilt es geduldig zu bleiben. (APA, red, 25.2.2016)

Programm 20 Runde:

Freitag, 18.30 Uhr:
SC Wiener Neustadt – LASK Linz
FC Liefering SKN – St. Pölten
Kapfenberger SV 1919 – Austria Lustenau
Austria Salzburg – SK Austria Klagenfurt

20:30 Uhr:
Floridsdorfer AC – FC Wacker Innsbruck

  • Reiselustige Fans von Wacker Innsbruck.
    foto: apa/neumayr/mmv

    Reiselustige Fans von Wacker Innsbruck.

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