Inflation mit 1,2 Prozent auf höchstem Wert seit dem Sommer

25. Februar 2016, 11:39
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Der tägliche Einkauf ist um knapp zwei Prozent teurer als vor einem Jahr – Inflation im Jänner in der Eurozone hingegen nur bei 0,3 Prozent

Wien – Die Teuerung ist zu Jahresbeginn in Österreich leicht gestiegen. Nach Berechnungen der Statistik Austria stieg die Inflationsrate im Jänner auf 1,2 Prozent – im Dezember lag sie bei 1,0 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Juli 2015. Preistreiber waren vor allem Bekleidung und Bewirtungsdienstleistungen, Hauptpreisdämpfer blieben die Treibstoffe.

Am stärksten stieg im Jahresvergleich die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" mit einer Teuerung von durchschnittlich 3,8 Prozent. Bewirtungsdienstleistungen zogen um 3,9 Prozent an, Beherbergungen kosteten durchschnittlich 3,1 Prozent mehr. Die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" verteuerte sich um durchschnittlich 2,5 Prozent.

Preisdämpfer Sprit

Preisdämpfend wirkten vor allem die Ausgaben für Verkehr, die um durchschnittlich 1,7 Prozent zurückgingen. Treibstoffe verbilligten sich um 9,8 Prozent.

Die auf europäischer Ebene harmonisierte Inflationsrate (HVPI) stieg im Jänner auf 1,4 Prozent. Im Dezember waren es 1,1 Prozent.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel enthält und den täglichen Einkauf abbildet, erhöhte sich gegenüber dem Jänner 2015 um 1,9 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf darstellt und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, verringerte sich um 0,5 Prozent.

Inflation in Eurozone niedrig

Die Preise in der Eurozone stiegen im Jänner hingegen nur um 0,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch von plus 0,4 Prozent die Rede.

Die Jahresteuerung liegt damit weiter deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die im März zu ihrer mit Spannung erwarteten nächsten Sitzung zusammenkommt. Sie strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als optimal für die Konjunkturentwicklung gilt. (APA, 25.2.2016)

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