19 Opfer nach Flugzeugabsturz in Nepal gefunden

25. Februar 2016, 08:24
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Schlechtwetter erschwert Arbeiten im Himalaya

Kathmandu – Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Nepal haben Rettungskräfte die ersten der 23 Opfer geborgen. Bisher seien an der Absturzstelle die Leichen von 19 Insassen sowie einige Leichenteile gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Propellermaschine der Fluggesellschaft Tara Air war am Mittwoch in einer abgelegenen Bergregion im Himalaya abgestürzt. Das Wrack brannte völlig aus, alle 23 Insassen kamen ums Leben.

Einsatz zeitweise unterbrochen

Die Absturzstelle im Bezirk Myagdi, die rund 4.900 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist nur per Hubschrauber und zu Fuß zu erreichen. Der Einsatz zur Bergung der Opfer musste am Mittwoch wegen Schlechtwetters abgebrochen worden. Donnerstag früh kehrten die Helfer zur Unglücksstelle zurück und bauten dort einen provisorischen Hubschrauberlandeplatz auf. Wegen starken Winds konnten dort aber zunächst keine Helikopter landen, wie Tara Air mitteilte.

Die Maschine vom Typ Twin Otter war am Mittwoch in der Touristenstadt Pokhara Richtung Jomsom gestartet. Jomsom ist eine beliebte Trekking-Region und liegt rund 225 Kilometer westlich von Kathmandu. Nur acht Minuten nach dem Start brach der Funkkontakt zu der Maschine ab. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Auf schwarzer Liste

An Bord der Maschine waren 20 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Die meisten waren nach Angaben der Fluggesellschaft Nepalesen, darunter auch zwei Kinder. Zudem waren ein Chinese und ein Kuwaiter an Bord.

In Nepal gibt es nur ein rudimentäres Straßennetz, viele Gemeinden in den Bergen sind ausschließlich zu Fuß oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Die Sicherheitsstandards genügen jedoch nicht europäischen Vorschriften, weshalb die EU 2013 sämtliche nepalesische Fluggesellschaften auf ihre schwarze Liste setzte. Tara Air gehört zu der Privatgesellschaft Yeti Airlines. (APA, 25.2.2016)

  • Die Absturzstelle ist für die Helfer nur schwer zu erreichen.
    foto: reuters/santosh gautam

    Die Absturzstelle ist für die Helfer nur schwer zu erreichen.

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