Zeitung: Französische Elitetruppen machen in Libyen Jagd auf IS

25. Februar 2016, 07:23
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Präsident Hollande soll "inoffizielle militärische Aktionen" genehmigt haben

Paris – Französische Elitetruppen helfen einem Zeitungsbericht zufolge in Libyen bei der Jagd auf Kämpfer der Extremistenmiliz "Islamischer Staat". Spezialkräfte des Militärs und des Geheimdiensts DGSE beteiligten sich mit den USA und Großbritannien an verdeckten Operationen gegen die radikalen Islamisten in Libyen, berichtete "Le Monde" am Mittwoch.

Präsident François Hollande soll "inoffizielle militärische Aktionen" beider Einheiten genehmigt haben, mit denen die Ausbreitung des IS in Libyen aufgehalten werden soll. Ihr Einsatz am Boden bereite auch die Grundlage für gezielte Angriffe auf IS-Anführer. Militärbloggern zufolge wurden die Spezialkräfte seit Mitte Februar mehrfach in Ostlibyen gesichtet.

Le Drian sucht Maulwurf im Verteidigungsministerium

Das Verteidigungsministerium wollte sich dazu nicht äußern. Im Umfeld von Minister Jean-Yves Le Drian hieß es jedoch, er habe eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen die Geheimhaltungspflicht angeordnet, um die Quellen des Berichts herauszufinden. Hollande hatte dem IS den Krieg erklärt, nachdem dieser sich zu den Anschlägen am 13. November in Paris bekannt hatte. Dafür hat Frankreich unter anderem einen Militärstützpunkt im Norden des Niger nahe der libyschen Grenze eingerichtet.

Der IS breitet sich zunehmend in Libyen aus, seit er im Irak und Syrien von einer US-geführten Koalition militärisch bekämpft wird. Die Extremisten profitieren vom Zusammenbruch des Zentralstaats in Libyen, wo seit Jahren zwei rivalisierende Regierungen und etliche Milizen um die Macht ringen.

Im Westen des Landes drangen IS-Kämpfer in der Nacht auf Mittwoch kurzfristig ins Zentrum der Stadt Sabrata vor. Einheimische Einheiten hätten sie wieder vertrieben, erklärte die lokalen Behörden. (APA, Reuters, 25.2.2016)

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