1:3 gegen Manchester City: Dragovic steht mit Kiew vor dem Aus

24. Februar 2016, 22:53
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Englands Vizemeister nach starker Vorstellung vor erstem Viertelfinal-Einzug

Kiew/Eindhoven – ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic und Dynamo Kiew stehen im Achtelfinale der Champions League vor dem Aus. Der ukrainische Meister musste sich Manchester City am Mittwoch zu Hause 1:3 (0:2) geschlagen geben. PSV Eindhoven und Atletico Madrid trennten sich torlos, die Rückspiele folgen am 15. März.

City scheint die Probleme der vergangenen Wochen hinter sich gelassen zu haben. Der englische Vizemeister, zuletzt in drei Pflichtspielen als Verlierer vom Platz gegangen, greift im fünften Anlauf nach dem ersten Viertelfinal-Einzug in der Champions League. Zuletzt war zweimal im Achtelfinale gegen den FC Barcelona Endstation gewesen.

Elferszenen in Kiew

Dragovic spielte vor fast 70.000 Zuschauern im Olympiastadion als linker Innenverteidiger durch. Der 24-Jährige hatte zweimal Glück, bei Berührungen von Raheem Sterling (56.) und David Silva (60.) ohne Elfmeterpfiff davonzukommen. Für Kiew war es das erste Pflichtspiel seit zweieinhalb Monaten.

Die Ukrainer fanden durch ihren von einer Knieverletzung genesenen Offensivstar Andrej Jarmolenko zwar die erste Großchance vor (4.), das frühe Tor machte aber City. Nach einem Corner von David Silva gewann Yaya Toure ein Kopfballduell gegen Denis Garmasch. Sergio Agüero hatte im Strafraum zu viel Platz, nahm den Ball mit der Brust an und schoss ein (15.).

Mit der Führung im Rücken übernahmen die Engländer das Kommando. Agüero gab, von Dragovic bewacht, per Fersler an Raheem Sterling ab, dessen Querpass verwertete David Silva zum 2:0 (40.). Die Citizens hätten noch höher führen können, Toure scheiterte an Alexander Schowkowskij (35.), Agüero rollte den Ball am langen Eck vorbei (42.).

Nach Seitenwechsel verkürzte Witali Bujalski mit einem von Nicolas Otamendi abgefälschten Direktschuss (59.). Der Argentinier hatte ihm den Ball auch per Kopf serviert. Einen weiteren Versuch von Bujalskij parierte Keeper Joe Hart (79.).

Auf der Gegenseite ließ Toure erst noch per Kopf eine Großchance aus (82.), sorgte dann aber mit einem Schuss ins lange Eck für klare Verhältnisse (90.). Dragovic war zwar in seiner Nähe, konnte ihn aber nicht daran hindern. Dynamo bezog die erste Europacup-Heimniederlage seit Februar 2014. Zuletzt waren die Ukrainer in internationalen Spielen zu Hause neunmal ungeschlagen davongekommen.

Atletico legt Basis

Atletico wurde in Eindhoven seinem Ruf als starke Defensivmannschaft gerecht. Ein Auswärtstor gelang dem Finalisten von 2014 nicht. Beide Teams fanden vor der Pause gute Gelegenheiten vor. In der zweiten Hälfte zog sich PSV immer weiter zurück. Atletico fehlten trotz numerischer Überlegenheit nach Gelb-Rot für Gaston Pereiro (68.) die Mittel, um den niederländischen Tabellenführer zu knacken.

Eindhoven darf damit weiter vom Viertelfinal-Einzug träumen. Dieser war dem Klub bereits 2007 gelungen, als man als bisher letzter niederländischer Verein in der K.-o.-Phase vertreten war. (APA, 24.2.2016)

Champions League, Achtelfinal-Hinspiele, Mittwoch

Dynamo Kiew – Manchester City 1:3 (0:2)
Olympiastadion. Tore: Bujalski (59.) bzw. Agüero (15.), David Silva (40.), Yaya Toure (90.)

PSV Eindhoven – Atletico Madrid 0:0
Philips-Stadion. Gelb-rote Karte: Pereiro (68./wiederholtes Foulspiel)

Reaktion Aleksandar Dragovic (im ORF-Interview): "In der ersten Hälfte haben wir mit sehr viel Angst gespielt. Da hätten wir auch 3:0 oder 4:0 hinten sein können. Auf so einem Niveau nach einem Standard so frei zum Schuss zu kommen, ist fatal. In der zweiten Hälfte haben wir ganz gut mitgespielt. Mit etwas Glück hätten wir da auch den Ausgleich machen können.

Wenn man sich das Spiel über 90 Minuten anschaut, hat Manchester City aber verdient gewonnen. Das 3:1 am Schluss war der Genickbruch. Jetzt gilt es, einen guten Start in die Meisterschaft hinzulegen. Man muss ehrlich sein, die Chancen sind jetzt minimal. Aber wir wollen in Manchester unser Gesicht zeigen und ein gutes Spiel abliefern.

Ich habe die Elfmeterszenen noch nicht gesehen. Ich habe ihn (David Silva, Anm.) schon berührt, aber die Spanier lassen sich auch immer gerne fallen. Vielleicht war es auch das Glück des Tüchtigen, dass der Schiedsrichter da nicht gepfiffen hat."

  • Aleksandar Dragovic und David Silva kamen einander des Öfteren näher.
    foto: reuters/sibley

    Aleksandar Dragovic und David Silva kamen einander des Öfteren näher.

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