Nostalgie und Politik in "Fuller House" auf Netflix

25. Februar 2016, 09:00
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Das Spin-off der US-Sitcom startet am Freitag mit 13 Folgen

Los Gatos / Wien – Pure Nostalgie stellt sich ein, wenn die Titelmelodie zu Full House ertönt und die glückliche Familie Tanner auf einer Wiese in San Francisco zusammen ihren Picknickkorb auspackt. Der Wiedereinstieg in die Welt der Tanners erfolgt sanft mit dem vertrauten Vorspann, den einige TV-Zuschauer vielleicht noch aus den Jahren 1987 bis 1995 kennen.

jan schmelter

Noch voller

Das Spin-off der US-amerikanischen Sitcom verlangte nur eine kleine Komparation und nennt sich nun Fuller House. Die 13 neuen Episoden starten am Freitag auf Netflix.

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit die damaligen Jungstars Candace Cameron (D. J.), Jodie Sweetin (Stephanie) und Ashley sowie Mary-Kate Olsen (Michelle) ihre letzte Folge des damaligen Serienhits abgedreht haben. Nun sind sie erwachsen geworden und dominieren die Neuauflage – ausgenommen die Olsen-Zwillinge, die inzwischen ihr eigenes Imperium durch Selbstvermarktung aufgebaut haben und auf eine Rolle in Fuller House verzichteten.

foto: ap/chris pizzello

Drehbuchautor, Produzent und Serienschöpfer Jeff Franklin konzentriert sich beim Spin-off vor allem auf die jüngere Generation und wickelt die Handlung der Serie um das aktuelle Leben der Tanner-Töchter: "Im Grunde haben wir das Konzept einfach umgedreht: ‚Lasst uns drei Frauen nehmen, die drei Jungs großziehen, statt drei Männer, die sich um drei kleine Mädchen kümmern‘", erklärt Franklin.

Die frühere Nachbarin und beste Freundin der ältesten Tochter Kimmy Gibbler erhält in ihrer Rolle eine Aufwertung und darf nun als Hauptfigur in das alte Haus der Familie mit einziehen, um das Frauentrio komplett zu bekommen.

Was den Vater Danny (Bob Saget) und die beiden Onkel Jesse und Joey (John Stamos, Dave Coulier) betrifft, ziehen sie sich mit der ersten Episode aus dem Leben der Kinder zurück und sind nur noch gelegentlich in Gastauftritten zu sehen.

Vor der US-Wahl

Um der Serie eine politische Note und Aktualität zu verpassen, sticheln einige Gags gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, der auch in The Tonight Show von Jimmy Fallon zusammen mit dem Fuller House-Cast ordentlich gefoppt wird: Im alten Kinderzimmer von Michelle versammelt sich die Familie, um Trump zu trösten, da dieser nicht schlafen kann, und beweisen mitunter viel Selbstironie bezüglich ihres Spin-offs. (sc, 25.2.2016)

the tonight show starring jimmy fallon
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  • Kimmy Gibbler (Andrea Barber), Stephanie Tanner (Jodie Sweetin) und D. J. Tanner (Candace Cameron Bure) leben jetzt zusammen.
    michael yarish/netflix

    Kimmy Gibbler (Andrea Barber), Stephanie Tanner (Jodie Sweetin) und D. J. Tanner (Candace Cameron Bure) leben jetzt zusammen.

  • Jodie Sweetins Auftritt als Stephanie.
    foto: michael yarish/netflix

    Jodie Sweetins Auftritt als Stephanie.

  • Andrea Barber als Kimmy Gibbler.
    foto: michael yarish/netflix

    Andrea Barber als Kimmy Gibbler.

  • Harmonie im Haus der Tanners, so weit das Auge reicht.
    foto: michael yarish/netflix

    Harmonie im Haus der Tanners, so weit das Auge reicht.

  • "Im Grunde haben wir das Konzept einfach umgedreht: 'Lasst uns drei Frauen nehmen, die drei Jungs großziehen, statt drei Männer, die sich um drei kleine Mädchen kümmern.'"
    foto: michael yarish/netflix

    "Im Grunde haben wir das Konzept einfach umgedreht: 'Lasst uns drei Frauen nehmen, die drei Jungs großziehen, statt drei Männer, die sich um drei kleine Mädchen kümmern.'"

  • Danny, Jesse und Joey sind nur noch gelegentlich bei Gastauftritten zu sehen.
    michael yarish/netflix

    Danny, Jesse und Joey sind nur noch gelegentlich bei Gastauftritten zu sehen.

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