DER STANDARD erzielte 2015 1,5 Millionen Euro Gewinn

24. Februar 2016, 14:40
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Nach Verlusten in den Jahren 2013 und 2014 – Bergmann: "Konnten aus Zusammenführung von Print und Online viele Synergieeffekte ziehen"

Wien – DER STANDARD hat nach mehreren verlustreichen Jahren 2015 wieder einen Gewinn von rund eineinhalb Millionen Euro erwirtschaftet. Das berichtete STANDARD-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann im Interview mit dem Branchenmagazin "Der österreichische Journalist".

2013 lag der Jahresverlust noch bei 2,5 Millionen Euro, 2014 waren es 3,1 Millionen. Für 2015 gibt es nun eine Erholung in der Bilanz. "Wir erwarten ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 1,5 Millionen Euro", sagte Bergmann. Grund für das verbesserte Ergebnis seien Kostensenkungsmaßnahmen und abgeflachte Gehaltskurven. "Wir konnten tatsächlich aus der Zusammenführung von Print und Online so viele Synergieeffekte ziehen, dass wir durch die Restrukturierung 2015 wieder positiv abschließen werden."

Man habe neue Druckverträge abgeschlossen, das Auflagen- und Umfangmanagement optimiert, die Gratisverbreitung etwas zurückgenommen und die Einsparungsziele auch im Personalbereich erreicht. "Es wäre ein Kurzschluss, das Einsparungsergebnis nur mit Personalreduzierung gleichzusetzen. So geschah es auch nicht. Es wurde mit Altersteilzeitprogrammen und neuen Verträgen gearbeitet, sodass sich die Anzahl der Positionen nur gering verändern musste." Auch der neue Kollektivvertrag habe mit einer flacheren Gehaltskurve geholfen. Allerdings sei der Werbebereich "derartigen Schwankungen unterworfen, dass uns keine Verschnaufpause gegönnt ist".

Die weitere Entwicklung ist laut Bergmann "so gewiss oder ungewiss wie das Wetter für die nächsten acht Wochen. Die Konjunktur springt nicht und nicht an, ein wesentlicher Teil des Werbekuchens ist aus Österreich abgezogen, die Ad-Blocker drohen das bisher einzig funktionierende Online-Geschäftsmodell zu ruinieren. Alles zusammen also eine hochgiftige Mischung, aber nicht für ein Medium allein, sondern für die gesamte Branche." (APA, 24.2.2016)

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