Warum Forscher einer Google-Tochterfirma Roboter provozieren

24. Februar 2016, 12:57
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Die Problemlösungskompetenzen humanoider Maschinen werden bei Boston Dynamics unter die Lupe genommen

Jener Mitarbeiter zum Google-Dachverband Alphabet gehörenden Roboterfirma Boston Dynamics, der in neuen Videoclips auftaucht, ist – man kann es nicht anders sagen – ein Arschloch: Will der Atlas Roboter ein Paket aufheben, schiebt es ihm der Forscher mit einem Hockeyschläger weg. Nimmt die Maschine es dann doch auf, haut es ihr der Mitarbeiter aus der Hand – und gibt Atlas gleich noch einen Schubs.

bostondynamics

Attacke von hinten

Doch es kommt noch brutaler: Während der Atlas Roboter friedlich dahingeht, rennt der Mitarbeiter von hinten hinzu, um ihm mit einem Rohr zu attackieren. Was gewalttätig – und zugegebenermaßen durchaus lustig – aussieht ist allerdings Teil eines wissenschaftlichen Tests. Roboter sind mittlerweile exzellent darin, kleinere, repetitive Aufgaben zu übernehmen. Doch sobald eine kleine Variable verändert ist, streikt die Maschine.

Problemlösungskompetenz

Die Forscher wollen Atlas also bei seiner Arbeit behindern, um ihn so zu neuen Leistungen anzuspornen und Problemlösungskompetenzen abzutesten. Der Roboter wiegt 81 Kilogramm und orientiert sich über LIDAR- und Stereo-Kameras. Außerdem helfen ihm laut Heise zahlreiche Sensoren. Die Clips, die Boston Dynamics veröffentlicht hat, begeistern momentan das Netz – und wecken so immerhin Interesse in die aktuelle Forschung. (red, 24.2.2016)

  • Nicht schrecken, das dient alles der Wissenschaft
    foto: boston dynamics

    Nicht schrecken, das dient alles der Wissenschaft

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