Schmidt nach Eklat drei bis fünf Spiele gesperrt

24. Februar 2016, 11:43
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DFB-Sportgericht bestraft Bayer-Coach wegen unsportlichen Verhaltens – Geldstrafe für Völler

Frankfurt/Main – Leverkusen-Trainer Roger Schmidt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes nach dem Eklat mit Schiedsrichter Felix Zwayer am Sonntag im Spiel gegen Borussia Dortmund (0:1) für fünf Spiele gesperrt worden. Wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens gilt ein Innenraumverbot für fünf Spiele, wobei drei direkt zu verbüßen sind. Die beiden restlichen werden bis zum 30. Juni 2017 zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss Schmidt 20.000 Euro Strafe bezahlen.

"Während eines Aufenthaltsverbots für den Innenraum ist es einem Trainer nicht gestattet, während eines Spieles seiner Mannschaft im Stadion-Innenraum zu sein", teilte der DFB mit. "Das Innenraum-Verbot beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff. Der Trainer darf sich in dieser Zeit weder im Innenraum noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten. Im gesamten Zeitraum darf er mit seiner Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten."

Völler muss 10.000 Euro zahlen

Auch Bayer-Sportchef Rudi Völler wurde bestraft. Das Sportgericht verhängte gegen den ehemaligen DFB-Teamchef eine Geldstrafe von 10.000 Euro. Der 55-Jährige hatte in Interviews nach dem Spiel dem Unparteiischen unterstellt, in der zweiten Halbzeit absichtlich den Handelfmeter gegen Borussia Dortmund nicht gepfiffen zu haben.

Zwayer hatte Schmidt nach dessen heftigen Protesten aufgrund des 0:1-Gegentreffers aus dem Innenraum verbannt. Der Coach kam allerdings der Aufforderung nicht nach, sondern blieb in der Coachingzone vor der Bayer-Bank stehen. Leverkusens Ersatzkapitän Stefan Kießling ging auf Anweisung Zwayers zweimal zu seinem Trainer, um ihm die Entscheidung zu übermitteln. Schmidt blieb allerdings stur und forderte eine persönliche Begründung für den Verweis auf die Tribüne, daraufhin unterbrach Zwayer die Partie für neun Minuten und schickte beide Teams in die Kabine. Die restliche Spielzeit verfolgte Schmidt von dort aus. (sid, 24.2.2016)

  • Felix Zwayer (li.) vs. Roger Schmidt: Meinungsverschiedenheit mit Folgen.
    foto: afp / patrik stollarz

    Felix Zwayer (li.) vs. Roger Schmidt: Meinungsverschiedenheit mit Folgen.

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