Mögliches Gegenmittel gegen letales Skorpiongift – Wissenschafter erforschen Physik der Seifenblasen

24. Februar 2016, 05:30
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foto: dr. arantes, universidade de são paulo, brazil
Tityus serrulatus gilt als der giftigste Skorpion Brasiliens.

Mögliches Gegenmittel gegen letales Skorpiongift

São Paulo – Der brasilianische Gelbe Skorpion ist die giftigste Art dieser Tiere in Südamerika. Rund ein Prozent der Erwachsenen, 15 bis 20 Prozent der Kleinkinder, die von Tityus serrulatus gestochen werden, sterben. Forscher der Uni São Paolo fanden nun im Mausexperiment heraus, weshalb das Gift tödlich sein kann: Es verursacht Lungenschwellungen und kann zu Atemstillstand führen. Durch einen einfachen Entzündungshemmer konnten die Mäuse gerettet werden, schreiben die Forscher im Fachblatt "Nature Communications". Ob das Gegenmittel auch bei Menschen wirkt, muss noch getestet werden. (red)

Abstract
Nature Communications: "Opposing roles of LTB4 and PGE2 in regulating the inflammasome-dependent scorpion venominduced mortality"

Wissenschafter erforschen Physik der Seifenblasen

Rennes – Wie Seifenblasen platzen, haben verspielte Physiker schon untersucht. Nun erforschten französische Wissenschafter um Laurent Courbin (CNRS Rennes) ihr Entstehen: Die Forscher beobachteten, dass es vor allem auf Stärke und Breite des Luftstrahls ankommt, wie leicht sich eine Blase bildet. Die Größe der Öse, durch die das Seifenwasser geblasen wird, bestimme wiederum, wie heftig man pusten müsse, schreiben sie im angesehenen Fachjournal "Physical Review Letters". (red)

Abstract
Physical Review Letters: "Generating Soap Bubbles by Blowing on Soap Films"

Great Barrier Reef ist von Auflösung bedroht

Hobart – In Zukunft dürfte das bekannteste Korallenriff der Erde stärker abbauen als bisher angenommen. Das australische Great Barrier Reef ist Opfer der Übersäuerung der Meere durch den CO2-Anstieg in der Atmosphäre: Der sinkende pH-Wert sorgt dafür, dass das Korallenskelett weniger stabil wird, berichten Forscher um Mathieu Mongin im Fachblatt "Nature Communications". Dadurch wird das Mineral Aragonit, eine Form von Kalziumkarbonat, aus dem die Steinkorallen bestehen, schneller aufgelöst. (red)

Abstract
Nature Communications: "The exposure of the Great Barrier Reef to ocean acidification"

(24.2.2016)

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