Schnecken checken im neuen Bistro von Andreas Gugumuck

3. März 2016, 16:09
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Am Stadtrand von Wien kredenzt man köstliche Weinbergschnecken

40 Tage lang übt sich der vorbildliche Christ in Enthaltung, bis zu Ostern endlich wieder nach Herzenslust gevöllert werden darf. Die Fastenzeit kann sich ganz schön ziehen. Da braucht es Strategien, um die Tage des Verzichts durchzuhalten. Weil sie weder Fisch noch Fleisch ist, war die Schnecke, die auch gerne Wiener Auster genannt wird, bei uns früher eine beliebte Fastenspeise. Im 17. und 18. Jahrhundert musste man sie aufgrund der großen Nachfrage sogar importieren. Die Zubereitungsarten variierten dabei. Meistens hat man sie gekocht oder süß gebacken gegessen.

Neues Bistro

Andreas Gugumuck, der seit einigen Jahren Schnecken am Stadtrand von Wien züchtet, will die Delikatesse wieder salonfähig machen und bekommt mittlerweile Bestellungen von unzähligen Haubenköchen. Neben ausgewählten Spitzenrestaurants kann man die frisch zubereitete Weinbergschnecke in der Fastenzeit auch in Gugumucks neuem Bistro mit Blick auf den Hof und das riesige Schneckenfeld genießen.

Küchenchef Dominik Hayduck, der unter anderem bei Heinz Hanner in der Küche stand, kredenzt ein mehrgängiges Menü, bei dem es nur einen einzigen Hauptdarsteller gibt – die Schnecke. Neben der Weinbergschnecke mit geschmortem Wintergemüse gibt es sie auch klassisch gratiniert mit Anchovis, Parmesan und Rosmarin sowie als Pofesen mit Fenchel und Estragon in einer cremigen Erbsenschaumsuppe. Dazu Bioweine von Wieninger. (Alex Stranig, RONDO, 3.3.2016)

Aufgrund der großen Nachfrage vor Ostern gibt es für April und Mai neue Termine:

14.4. ab 17 Uhr, 28.4. ab 17 Uhr, 11.5. ab 17 Uhr

Wiener Schnecke
Rosiwalgasse 44
1100 Wien.

www.wienerschnecke.at

  • Weil sie weder Fisch noch Fleisch ist, war die Schnecke bei uns früher eine beliebte Fastenspeise.
    foto: philipp lipiarski

    Weil sie weder Fisch noch Fleisch ist, war die Schnecke bei uns früher eine beliebte Fastenspeise.

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