Burundi will 1.200 politische Gefangene freilassen

23. Februar 2016, 14:47
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UN-Generalsekretär Ban in der Hauptstadt Bujumbura

Bujumbura – Burundis Präsident Pierre Nkurunziza will mindestens 1.200 politische Gefangene freilassen. Er sei außerdem zum politischen Dialog mit der Opposition bereit, sagte Nkurunziza am Dienstag im Anschluss an ein bilaterales Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Hauptstadt Bujumbura.

Das Präsidialamt teilte später mit, die Zahl der Freilassungen könne bis auf 2.000 politische Gefangene ansteigen. Er sei mit dem Ausgang der Gespräche zufrieden, sagte Ban während einer gemeinsamen Pressekonferenz. Der Generalsekretär befindet sich auf einem zweitägigen Besuch in Burundi, um eine weitere Eskalation der politischen Krise zu verhindern. Ban will während des Besuchs auch mit Vertretern der Opposition zusammentreffen.

Seit Nkurunziza im April vergangenen Jahres angekündigt hatte, sich entgegen den Verfassungsbestimmungen für eine dritte Amtszeit zu bewerben, steckt das Land in einer tiefen Krise. Seither wurden mehr als 400 Menschen getötet, die Mehrheit davon von Sicherheitskräften. Rund eine Viertelmillion Menschen sind in Nachbarländer geflohen. Ein Bürgerkrieg in Burundi mit rund 300.000 Toten ging erst 2005 zu Ende. (APA, 23.2.2016)

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