Volvo: Schlüssellos, aber jetzt wirklich

23. Februar 2016, 11:56
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Auf dem Mobile World Congress, der noch bis zum 25. Februar in Barcelona stattfindet, präsentiert Volvo seine Vision eines wirklich schlüssellosen Fahrzeuges

Schlüssellos starten kennen wir ja schon. Volvo, um nur ein gerade auf der Hand liegendes Beispiel zu nennen, kann das schon länger. Genauso wie fast alle anderen Hersteller auch. Also außer Lada und Dacia etwa. Unglücklicherweise braucht man zum schlüssellosen Starten aber einen Schlüssel. Beim Volvo S60 Cross Country etwa – den Testbericht dazu finden Sie hier – muss man zum Starten via Knopfdruck, komischerweise, den Schlüssel sogar in einen Schacht im Armaturenbrett stecken. Sonst geht gar nix.

Postfach Kofferraum

Das soll sich ab 2017 komplett ändern. Nach dem Start eines Projekts in Göteborg, bei dem Paketzusteller im Internet bestellte Waren nicht mehr nur nach Hause, sondern auch in den Kofferraum eines Volvo liefern können, hat sich die Idee eines virtuellen Schlüssel bei Volvo ausgewachsen.

foto: volvo
Ab 2017 könnte ein App am Smartphone reichen, um via Bluetooth einen neuen Volvo zu entsperren.

Nämlich so weit, dass man gar keinen Schlüssel mehr für ein Auto braucht. Gemeinsam mit Ericsson testet Volvo eine neue Technik, die via Bluetooth und Smartphone das Auto sperren und in Folge starten lassen können soll. Präsentiert wird die Vision, dieser Tage, auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Showcase Mietauto

"Mit einer App verwandeln wir das Smartphone in einen Autoschlüssel", verkündet Volvo. In jeder App können mehrere Schlüssel für mehrere Autos hinterlegt werden. Das wird zum Beispiel interessant, wenn man sich im Urlaub einen Volvo mietet. Dann lädt einem der Vermieter den Schlüssel aufs Smartphone und los gehts. Die komplette Abwicklung erfolgt dann im Idealfall natürlich schon vor dem Urlaubsantritt via Internet und am Flughafen lässt man sich einfach vom Smartphone den Weg zu dem Auto zeigen, das man auch aufsperren kann.

"Unsere innovative digitale Schlüsseltechnik hat das Potenzial, die Nutzung eines Volvo völlig zu verändern", sagt Henrik Green, Vizepräsident Produktstrategie bei Volvo. "Statt den ganzen Tag auf einem Parkplatz herumzustehen, können Autos zum Beispiel öfter und einfacher von anderen Personen genutzt werden, wenn der Besitzer dies wünscht."

foto: volvo
Ein erster Testbetrieb wird in wenigen Wochen in Göteborg, mit einem Carsharing-Unternehmen starten.

In Göteborg, Schweden, startet Volvo, gemeinsam mit dem Carsharing-Unternehmen Sunfleet, noch im Frühjahr einen Testbetrieb. Ab nächstem Jahr soll das System zusätzlich das Flottengeschäft aufwerten.

Einen klassischen Schlüssel liefert Volvo auf Wunsch natürlich weiterhin aus. (Guido Gluschitsch, 23.02.2016)

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