Dengler sieht bei NZZ.at Verbesserungspotenzial

23. Februar 2016, 10:52
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Chef der NZZ-Mediengruppe: "NZZ.at wird es so lange geben, solange es einen Markt dafür gibt". Österreichs Medienlandschaft sei derzeit "nicht nachhaltig"

Wien/Zürich –"NZZ.at wird es so lange geben, solange es einen Markt dafür gibt", sagte Veit Dengler, Österreicher und Chef der NZZ-Mediengruppe, am Montagabend bei einer Diskussionsveranstaltung in Wien. Klar sei, dass im ersten Jahr noch keine schwarzen Zahlen geschrieben wurden. Dengler verwies bei der Gelegenheit auf die "NZZ am Sonntag". Dort habe es sechs Jahre gedauert, die Gewinnschwelle zu erreichen.

Nicht ganz zufrieden

Gänzlich zufrieden ist Dengler mit NZZ.at noch nicht. In der öffentlichen Debatte könnte das Medium noch relevanter sein. "Das ist ein laufender Prozess, wir werden sicher an dem Produkt weiter schrauben müssen", so Dengler im "Salon Z".

Wie aus dem Firmenbuch hervorgeht, hat die NZZ Österreich GmbH im Gründungsjahr 2014 von der Schweizer Mutter einen 1,24 Millionen Euro schweren Kredit erhalten, 1,07 Millionen Euro davon sind nachrangig. Ob die Verlagsgruppe seit dem Start von NZZ.at Anfang 2015 weiteres Geld nachschießen musste, wollte Dengler nicht verraten.

Österreichs Medienlandschaft derzeit "nicht nachhaltig"

Kritik übte der Manager an der "nicht nachhaltigen" österreichischen Medienlandschaft. Einzelne Zeitungen würden, etwa durch Inserate der öffentlichen Hand, künstlich am Leben erhalten. Gleichzeitig hielt Dengler ein Plädoyer für Bezahljournalismus im Netz.

Die "Neue Zürcher Zeitung" setze klar auf Qualität und habe zuletzt – im Gegensatz zur gesamten Branche – neue Journalisten eingestellt. Zeitungen, die die Redaktionen verkleinern, vom Leser aber trotzdem mehr Geld verlangen, seien am Holzweg. "Diese Rechnung geht nicht auf", so Dengler. (APA, 23.2.2016)

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