EZB verringerte Tempo der Anleihenkäufe etwas

22. Februar 2016, 16:20
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Europäische Zentralbank und nationale Notenbanken erwarben seit März 2015 Papiere im Wert von 582,62 Mrd. Euro

Frankfurt – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihren umstrittenen Staatsanleihen-Käufen das Tempo leicht gedrosselt. In der Woche bis zum 19. Februar wanderten Staatstitel im Volumen von 12,57 Mrd. Euro ins Portfolio, wie die EZB am Montag mitteilte. In der Woche davor waren es 12,7 Mrd. Euro. Seit dem März 2015 erwarben die EZB und die nationalen Notenbanken damit Papiere im Wert von 582,62 Mio. Euro.

Mit dem auf 1,5 Bill. Euro angelegten Programm wollen die Währungshüter um EZB-Chef Mario Draghi erreichen, dass Geschäftsbanken weniger in Staatsbonds investieren und stattdessen mehr Kredite vergeben. Das soll die Konjunktur anschieben und letztendlich auch die aus EZB-Sicht unerwünscht niedrige Inflation nach oben hieven.

Laut EZB-Vize Vitor Constancio werden die Währungshüter womöglich bald nachlegen. Dies gelte für den Fall, dass die Preise nach Einschätzung des EZB-Rats künftig langsamer als erwartet anziehen. Für eine monatliche Aufstockung des Anleihen-Kaufprogramms bei der Sitzung im März besteht nach Ansicht von Experten eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit. Es sieht bisher Wertpapierkäufe von monatlich rund 60 Mrd. Euro vor. (APA/Reuters, 22.2.2016)

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