Golfstaaten kommen mit Ölpreisverfall zurecht

22. Februar 2016, 10:38
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Die sechs ölexportierenden Länder des Golf-Kooperationsrats müssten aber Ausgaben kürzen und Einnahmen erhöhen, urteilt der IWF

Abu Dhabi – Die sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats können dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge den Ölpreisverfall verkraften. Die ölexportierenden Länder müssten allerdings ihre Ausgaben kürzen und ihre Einnahmen erhöhen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag auf einer Konferenz mit arabischen Wirtschaftsvertretern in Abu Dhabi.

Ihre Anpassungsfähigkeit hätten Bahrain, Kuwait, Katar, der Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien in ähnlichen Situationen bereits bewiesen. Sie seien auch jetzt in der Lage dazu.

Lagarde schätzt, dass die Ölexport-Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika im vergangenen Jahr wegen der niedrigen Preise insgesamt mehr als 340 Mrd. Dollar (306,4 Mrd. Euro) an Einnahmen verloren hätten. Das entspreche etwa 20 Prozent der gemeinsamen Wirtschaftsleistung. Die meisten Länder des Golf-Kooperationsrates seien aber in der Lage, die Anpassungen über Jahre zu strecken und damit die Auswirkungen auf das Wachstum zu mildern. Der Ölpreis hat in den letzten 20 Monaten etwa 70 Prozent an Wert verloren. Die Schwankungen am Markt sind derzeit hoch. Am Montag legte die richtungweisende Rohöl-Sorte Brent um 2,4 Prozent auf 33,79 Dollar zu. (APA, 22.2.2016)

  • Laut IWF-Schätzung haben die Ölexport-Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika im vergangenen Jahr wegen der niedrigen Preise insgesamt mehr als 340 Mrd. Dollar (306,4 Mrd. Euro) an Einnahmen verloren.
    foto: reuters

    Laut IWF-Schätzung haben die Ölexport-Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika im vergangenen Jahr wegen der niedrigen Preise insgesamt mehr als 340 Mrd. Dollar (306,4 Mrd. Euro) an Einnahmen verloren.

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