Windows 10: Update-Bug zwingt Nutzer auf Microsoft-Programme

22. Februar 2016, 08:25
159 Postings

Dateityp-Voreinstellungen gehen bei manchen Usern verloren – Microsoft bestätigt Problem

Windows 10 mag für viele Nutzer ein kostenloses Update sein, ein unproblematisches ist es hingegen längst nicht für alle. Immer wieder hatte Microsoft in den letzten Monaten mit Problemen bei seinem Windows-Update-System zu kämpfen. Nun gibt es erneut Probleme mit einem aktuellen Update.

Reset

Mit dem kumulativen Update Windows 10 Version 1511 (KB3135173) werden nämlich bei manchen Nutzern die Programmvoreinstellungen zurückgesetzt, wie The Inquirer berichtet. Dies bedeutet, dass beim Klick auf eine Datei plötzlich wieder all die Microsoft-eigenen Programme wie Edge oder der vorinstallierte Videoplayer gestartet werden. All die individuell vorgenommenen Dateityp-Verbindungen sind also verloren.

Nachhaltig

Besonders unerfreulich: Mit einem simplen Neueinrichten dieser Einstellungen ist es nicht getan. Wie die betroffenen User feststellen mussten, lässt sich auf ihren Systemen nämlich keine Änderung der Dateitypverbindungen mehr vornehmen. Egal was sie ausprobieren, Windows setzt alle Programmentscheidungen immer wieder auf Microsoft-Programme zurück.

Restore

Microsoft bestätigt das Problem mittlerweile, und betont, dass man derzeit an einer Lösung arbeite. Bis dahin dürfte für von dem Problem geplagte Nutzer das Zurücksetzen auf einen früheren Systemzustand und das Ignorieren des Updates noch die einfachste Variante sein, um das korrekte Verhalten wieder herzustellen.

Mangelnde Transparenz

Der aktuelle Vorfall nährt erneut Kritik an Microsofts mangelnder Transparenz in Bezug auf seine Updates. Denn eigentlich hätte KB3135173 ein reines Sicherheitsupdate sein sollen, das in keinerlei Bezug zu den Dateisystemverknüpfungen steht. Doch Microsoft packt immer wieder auch andere Bugfixes in solche kummulative Updates – ohne sie gesondert auszuweisen. (red, 22.2.2016)

  • Windows 10 ist da – nicht für alle Nutzer eine gute Nachricht.
    foto: shannon stapleton / reuters

    Windows 10 ist da – nicht für alle Nutzer eine gute Nachricht.

Share if you care.