Stuttgarter "Tatort" in den Fängen der Schleppermafia: Top oder Flop?

Ansichtssache21. Februar 2016, 18:31
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Die Stuttgarter Kommissare Sebastian Bootz und Thorsten Lannert bekommen es mit Menschenschmugglern zu tun

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Bei einer Aktion der Drogenfahndung werden statt Milan Kostic (Sascha Alexander Gersak) und seine Ware 23 Flüchtlinge tot aufgefunden. Bei der Verfolgung von Milan Kostic begegnet Thorsten Lannert (Richy Müller) der Afrikanerin Lela (Florence Kasumba), die gegen Kostic aussagen soll, davor aber von ihm verletzt und in ein Flüchtlingsheim verschleppt wird.

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Ins Schwärmen gerät welt.de-"Tatort"-Kritiker Elmar Krekeler: "Die Gesichter sind groß, die Figuren vielschichtig. Es wird geredet und geschlagen. Für das übliche Ermittlungsgesülze ist kein Platz. Richy Müller war selten besser. Und der Stuttgarter 'Tatort' auch. 'Im gelobten Land' ist ein philosophischer Thriller auf der Höhe unserer Zeit."

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Nicht ganz so euphorisch fällt das Urteil von STANDARD-Journalistin Birgit Baumann aus: "Das vorherige Katz- und Mausspiel ist zwar nicht gänzlich unspannend, aber dennoch muss man sich diesen 'Tatort' nicht unbedingt antun. Weil es darin um Schlepper geht, ist natürlich die Frage nicht weit: Sind diese allesamt böse? Oder helfen sie eigentlich nur verzweifelten Menschen?"

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Deutlich positiver resümiert das deutsche "Handelsblatt": "Trotz logischer Schwächen – etwa den Schüssen von Kommissar Bootz auf einen Elitekiller in John-Wayne-Manier – ist der "Tatort" überaus sehenswert. Zwischenzeitlich mutiert er zu einem dichten Kammerspiel, wenn Ermittler, Schmuggler und Flüchtling in einem Zimmer eingesperrt sind."

Und was halten Sie davon? Top oder Flop? (red, 21.2.2016)

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