Grün-weiße Genesung in Graz

21. Februar 2016, 15:59
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Rapid schließt drei Tage nach der Tracht Prügel in Valencia mit einem Sieg bei Sturm Graz zu Salzburg auf. Philipp Schobesberger lässt mit zwei Toren den Heilbrunnen sprudeln

Graz – Rapid Wien hat sich in der Bundesliga für das 0:6-Debakel in der Europa League in Valencia rehabilitiert. Die Hütteldorfer setzten sich am Sonntag bei Sturm Graz 2:0 (1:0) durch und schlossen damit nach Punkten wieder zu Tabellenführer Salzburg auf. Für die Tore sorgte Philipp Schobesberger (12., 71.).

Nach dem Cup-Aus gegen die Admira und der Europacup-Pleite in Spanien blieb Rapid in der Meisterschaft auf Kurs. Im dritten Ligaspiel des Jahres gab es den dritten Sieg. Die Wiener sind zudem als einziges Team noch ohne Gegentor. Sturm dagegen muss auch nach dem vierten Pflichtspiel 2016 auf den ersten Sieg warten, der Rückstand des Tabellenvierten beträgt bereits zwölf Punkte.

Sturm-Trainer Franco Foda setzte auf ein 4-1-4-1-System mit Daniel Offenbacher als einzigem defensivem Mittelfeldspieler. In der Offensive rückten die jungen Sascha Horvath und Andreas Gruber sowie Stürmer Roman Kienast in die Mannschaft. Bei Rapid vertraten Thomas Murg und Srdjan Grahovac die verletzten Florian Kainz (Gehirnerschütterung) und Steffen Hofmann (Wadenprobleme).

Schobi mal zwei

Sturm begann vor 12.500 Zuschauern – dem besten Besuch in der UPC-Arena seit dem ersten Heimspiel gegen Rapid im August (2:2) – ambitioniert. Einen Offenbacher-Fernschuss drehte Richard Strebinger über die Latte (5.). Rapid nutzte aber die erste Gelgenheit: Thanos Petsos schickte Schobesberger auf die Reise, der etwas entgegen dem Spielverlauf zwischen die Beine von Torhüter Michael Esser traf.

Sechs Minuten später enteilte Schobesberger erneut Tanju Kayhan, hob den Ball aber am langen Eck vorbei (18.). Auf der Gegenseite landete ein abgefälschter Schuss von Klem knapp über dem Tor (27.), ein weiterer Versuch von Thorsten Schick knapp daneben (28.). Mit der Führung im Rücken bekam Rapid das Spiel besser unter Kontrolle, einen Murg-Schuss parierte Esser (37.).

Die Grazer konnten nach Seitenwechsel nicht mehr zusetzen, zeigten zu wenig Kreativität und Probleme im Spielaufbau. Rapid verwaltete den Vorsprung und ließ kaum Chancen zu. Dem Ausgleich am nächsten kam Horvath, der von der Strafraumgrenze die linke Stange traf (70.).

Für die Vorentscheidung sorgte Schobesberger praktisch im Gegenzug. Bei einem Idealzuspiel von Mario Pavelic startete er erneut richtig, umspielte Esser und erzielte seinen sechsten Ligatreffer. Den Matchball ließ der eingewechselte Philipp Prosenik aus, der im Konter allein vor Esser das Außennetz traf (77.).

Rapid machte dennoch einen großen Schritt in Richtung Europacup-Qualifikation für die kommende Saison. Die ersten drei haben ihren Platz fix. Sturm fehlen nach der zweiten Heimniederlage der Saison, der ersten seit Ende August gegen Salzburg (2:3), schon acht Punkte auf die drittplatzierte Austria. Gegen Rapid haben die Grazer acht Partien in Folge nicht gewonnen, 13 Runden sind noch zu spielen. (APA, 21.2.2016)

Bundesliga, 23. Runde, Sonntag

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien 0:2 (0:1)
UPC-Arena, 13.000 Zuschauer, SR Drachta

Tore:
0:1 (12.) Schobesberger
0:2 (71.) Schobesberger

Sturm: Esser – Kayhan, Avlonitis, Kamavuaka, Lykogiannis – Offenbacher – Schick, Horvath, Gruber, Klem – Kienast

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Grahovac, Petsos – Murg, Schwab, Schobesberger – Jelic

  • Philipp Schobesberger gab Sturm-Goalie Esser beim ersten Treffer ein Gurkerl.
    foto: apa/scheriau

    Philipp Schobesberger gab Sturm-Goalie Esser beim ersten Treffer ein Gurkerl.

  • Beste Stimmung unter den Sturm-Fans – vor dem Spiel.
    foto: apa/scheriau

    Beste Stimmung unter den Sturm-Fans – vor dem Spiel.

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