Zika-Virus: Forschung zu Mikrozephalie dauert laut WHO noch Monate

19. Februar 2016, 17:28
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Ergebnisse zu Lähmungssyndrom Guillain-Barre seien früher zu erwarten

Rio de Janeiro – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet erst in vier bis sechs Monaten mit Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen Zika und einer Schädelfehlbildung bei Babys. Die Verbindung zwischen dem Virus und dem seltenen Lähmungssyndrom Guillain-Barre könnte deutlich schneller ermittelt werden, weil Erwachsene betroffen seien.

Das Zika-Virus steht im Verdacht, bei Schwangeren die sogenannte Mikrozephalie ihres Ungeborenen zu verursachen. Neugeborene, deren Mütter sich am Anfang der Schwangerschaft angesteckt haben, sind nach WHO-Auskunft besonders häufig betroffen. Daher müsse die WHO für weitere Erkenntnisse auf die Geburt dieser Kinder warten, teilte die Behörde am Freitag in Genf mit. Zika ist bisher in etwa 40 Ländern nachgewiesen worden, am stärksten ist Brasilien betroffen.

Sicherheitshalber: Kondom oder Abstinenz

Um eine mögliche Infektion durch Geschlechtsverkehr auszuschließen, rät die WHO Touristen, mindestens vier Wochen lang nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten nur geschützten Sex zu haben oder abstinent zu bleiben. Schwangere Frauen und Bewohner aus gefährdeten Gegenden sollten diese Regeln generell befolgen. Von 7. bis 9. März will die WHO ein Expertentreffen anhalten, um neue Strategien im Kampf gegen die Mücken zu finden, die das Zika-Virus übertragen.

Papst Franziskus hatte am Donnerstag künstliche Verhütungsmittel nicht mehr strikt ausgeschlossen, wenn es um eine Bedrohung wie das Zika-Virus geht. Verhütung sei "nichts absolut Böses" und sei in einigen Fällen sogar einleuchtend, sagte das katholische Kirchenoberhaupt nach Vatikanangaben auf dem Rückflug von Mexiko nach Rom. Die katholische Kirche lehnt Verhütungsmittel eigentlich ab. (APA, 19.2.2016)

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