Raumfrachter Cygnus betätigt sich als Müllabfuhr

19. Februar 2016, 16:25
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Soll nach Verlassen der Internationalen Raumstation ISS mit über einer Tonnen Abfall an Bord in der Erdatmosphäre verglühen

Washington – Nach zwei Monaten an der Internationalen Raumstation ISS hat der private Raumfrachter Cygnus diese mit mehr als eine Tonnen Müll an Bord nun wieder verlassen. Der Frachter habe am Freitag von der ISS abgedockt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre sollte er gemeinsam mit dem Abfall verglühen.

Der von der Firma Orbital Sciences entwickelte und betriebene Cygnus war im Dezember vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und hatte mehr als 3.000 Kilogramm Lebensmittel, Equipment für wissenschaftliche Experimente und Ersatzteile zur ISS gebracht. Es war der erste Versorgungsflug einer neuen Version des Frachters, die deutlich mehr Fracht transportieren kann.

Pannen bei ISS-Versorgung

Die Versorgungsflüge zur ISS waren zuletzt unter keinem guten Stern gestanden. Im Juni zerbarst ein Dragon-Frachter auf dem Weg zu der Station, als die Trägerrakete explodierte. Ende April war ein russischer Progress-Transporter außer Kontrolle geraten und in der Atmosphäre verglüht. Ende Oktober 2014 explodierte ein Cygnus-Frachter beim Start. (APA, 19.2.2016)

  • Die "Weltraum-Mülltonne" Cygnus auf dem Weg zur Erde.
    foto: nasa

    Die "Weltraum-Mülltonne" Cygnus auf dem Weg zur Erde.

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