Kolumbiens Polizeichef über Prostitutionsaffäre gestolpert

19. Februar 2016, 13:34
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Polizei betrieb Ring männlicher Prostituierter – Auch Vize-Innenminister zurückgetreten

Bogota – Der kolumbianische Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas hat eingeräumt, dass Mitglieder der nationalen Polizei ein Netzwerk männlicher Prostituierter betrieben haben. Interne Ermittlungen hätten zugleich ergeben, dass die Polizeiführung nicht davon gewusst habe, sagte der Minister am Donnerstag.

Der Ring habe vor "etwa acht oder neun Jahren" aufgehört zu existieren. Seinerzeit war der heutige Staatspräsident Juan Manuel Santos Verteidigungsminister und als solcher für die nationale Polizei zuständig.

Polizeichef zurückgetreten

Kolumbiens Polizeichef, General Rodolfo Palomino, hatte im Zusammenhang mit der Affäre am Mittwoch seien Rücktritt eingereicht. Gegen ihn sind Ermittlungen anhängig, weil er zwischen 2004 und 2008 das Prostitutionsnetzwerk namens "Die Gemeinde des Rings" betrieben haben soll. Der 58-jährige Palomino weist die Beschuldigungen zurück.

Am Dienstag war wegen des Skandals bereits der 53-jährige Vize-Innenminister Carlos Ferro zurückgetreten. Ein von kolumbianischen Medien ausgestrahltes Video aus dem Jahr 2008 zeigten den damaligen Senator in einem Gespräch mit einem Polizeihauptmann über männliche Prostitution. (APA, 19.2.2016)

  • Rodolfo Palomino war Polizeichef Kolumbiens.
    foto: apa/afp/legario

    Rodolfo Palomino war Polizeichef Kolumbiens.

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